Bereinigt heißt auch einfach nur dass der Faktor rausgerechnet wird, dass Frauen Jobs ausüben die schlechter bezahlt werden.
Verstehe nicht ganz wieso deshalb der Gap weniger schlimm sein soll wenn die Folge dadurch trotzdem ist, dass Frauen im Alter überproportional von Armut betroffen sind.
Das ist komplett falsch. Bereinigt heisst, es werden VERGLEICHBARE Jobs, Qualifikationen und Arbeitsstunden beurteilt. Will heissen, Halbtags fliegt da raus. Der hat 6% Unterschied.
Der unbereinigte vergleicht Äpfel mit Birnen. Ja, da kommen 12% raus, wenn man Halbtagsjobs mit Vollzeitstellen vergleicht. Oh Wunder.
D.h. die Leute beklagen, dass Frauen weniger Geld verdienen WEIL sie viele Halbtagsjobs machen.
Aber: Es gibt kaum (6%) Unterschied im Gehalt beim gleichen Job! Da werden beide recht gleichwertig bezahlt.
Unterschied zwischen bereinigtem und unbereinigtem GPG
Der bereinigte Gender Pay Gap berechnet sich auf Basis der Verdienststrukturerhebungen (VSE), bzw. der monatlichen Verdiensterhebung (ab 2022). Er rechnet jenen Teil des Verdienstabstands heraus, der auf strukturelle Unterschiede zwischen Frauen und Männern zurückzuführen ist. Dazu gehören beispielsweise Unterschiede im Beschäftigungsumfang, Berufserfahrung oder Bildungsstand. Somit zeigt er den Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern, die vergleichbare Qualifikationen, Erwerbsbiografien und Tätigkeiten aufweisen.
Der unbereinigte Gender Pay Gap hingegen misst allgemein den Durchschnittsverdienst aller Arbeitnehmer:innen. Er berücksichtigt demnach keine lohndeterminierenden Faktoren und ist in der Regel etwa dreimal so groß wie der bereinigte Wert.
Um deine Frage zu beantworten: Die Altersarmut, die Frauen droht wegen der schlechteren Bezahlung kommt vermutlich daher, dass sie Halbtagsjobs machen. Und zwar ab dem Zeitpunkt Kinder groß ziehen. Allerdings sind Kinder irgendwann selbstständiger und da müsste man/frau nicht mehr Halbtags arbeiten. Machen aber viele. Aus unterschiedlichen Gründen. Das ist das Problem. Nicht, dass Frauen schlechter bezahlt werden, wie immer alle schreien und dann mit (den verdrehten) 12% winken.
Stimmt, verwechselt: der besagte Faktor ist genau das was ausgerechnet wird.
Der unbereinigte vergleicht Äpfel mit Birnen.
Nein, (Durchschnittsverdienst von) Männer(n) mit (dem Durchschnittsverdienst von) Frauen.
Die Bereinigung relativiert nur die Daten - die Folge ist aber die gleiche: Frauen sind verstärkt von Armut betroffen im Gegensatz zu Männern.
Die Gründe sind ja erstmal irrelevant - die sind dann zur Problemlösung nötig.
vermutlich daher, dass sie Halbtagsjobs
Du schreibst im ersten Satz, dass genau das die Bereinigung rausgerechnet wird?!
Das ist das Problem.
Ich fass das mal zusammen:
Das Problem der Ungleichen Bezahlung: Frauen arbeiten zu wenig nachdem sie sich um die Kinder gekümmert haben.
Harter take.
kaum (6%) Unterschied im Gehalt
Schon mal 6% Lohnerhöhungen bekommen? Das ist dann plötzlich gar nicht mehr so wenig ;)
Irgendwie ist die Formatierung quergeschossen, schwer zu lesen.
Nun, ich finde die Gründe überhaupt nicht irrelevant. Es wird ja immer auf die Benachteiligung der Frauen verwiesen bei den angeblichen 12% Lohnunterschied.
Wenn man das lösen möchte und Frauen weniger benachteiligen, sollten die Gründe dafür bekannt sein. Die Bezahlung ist jedenfalls ein geringes Problem. Eher das Ehegattensplitting, MiniJobfalle und westdeutscher Halbtagslifestyle.
Im Gegensatz zu Ostdeutschland, Frankreich, Niederlanden und den USA arbeiten Frauen in Westdeutschland häufig in Halbtagsjobs. Auch nachdem die Kinder größer sind. Das wirkt sich stark auf das Armutsrisiko aus. Stärker als 6% Lohnunterschied. Speziell wenn dann eine Scheidung im Raume steht. Also eigentlich eben nicht, weil diese Frauen wirtschaftlich von ihren Männern abhängig sind.
Eine weitere Lösung wäre zB die Tarifbindung von Unternehmen wieder zu forcieren. Passiert ja gerade wieder bei staatlichen Ausschreibungen. Bei Tarifgefügen verdienen Männer und Frauen nämlich das Gleiche in der Position ;) Da gibt es keine Lohnbenachteiligung. Also alle Beamtenjobs.
Bereinigt heißt auch einfach nur dass der Faktor rausgerechnet wird, dass Frauen Jobs ausüben die schlechter bezahlt werden.
Verstehe nicht ganz wieso deshalb der Gap weniger schlimm sein soll wenn die Folge dadurch trotzdem ist, dass Frauen im Alter überproportional von Armut betroffen sind.
Das ist komplett falsch. Bereinigt heisst, es werden VERGLEICHBARE Jobs, Qualifikationen und Arbeitsstunden beurteilt. Will heissen, Halbtags fliegt da raus. Der hat 6% Unterschied.
Der unbereinigte vergleicht Äpfel mit Birnen. Ja, da kommen 12% raus, wenn man Halbtagsjobs mit Vollzeitstellen vergleicht. Oh Wunder.
D.h. die Leute beklagen, dass Frauen weniger Geld verdienen WEIL sie viele Halbtagsjobs machen. Aber: Es gibt kaum (6%) Unterschied im Gehalt beim gleichen Job! Da werden beide recht gleichwertig bezahlt.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1220561/umfrage/bereinigter-gender-pay-gap-in-deutschland/
Um deine Frage zu beantworten: Die Altersarmut, die Frauen droht wegen der schlechteren Bezahlung kommt vermutlich daher, dass sie Halbtagsjobs machen. Und zwar ab dem Zeitpunkt Kinder groß ziehen. Allerdings sind Kinder irgendwann selbstständiger und da müsste man/frau nicht mehr Halbtags arbeiten. Machen aber viele. Aus unterschiedlichen Gründen. Das ist das Problem. Nicht, dass Frauen schlechter bezahlt werden, wie immer alle schreien und dann mit (den verdrehten) 12% winken.
Stimmt, verwechselt: der besagte Faktor ist genau das was ausgerechnet wird.
Nein, (Durchschnittsverdienst von) Männer(n) mit (dem Durchschnittsverdienst von) Frauen. Die Bereinigung relativiert nur die Daten - die Folge ist aber die gleiche: Frauen sind verstärkt von Armut betroffen im Gegensatz zu Männern. Die Gründe sind ja erstmal irrelevant - die sind dann zur Problemlösung nötig.
Du schreibst im ersten Satz, dass genau das die Bereinigung rausgerechnet wird?!
Schon mal 6% Lohnerhöhungen bekommen? Das ist dann plötzlich gar nicht mehr so wenig ;)
Irgendwie ist die Formatierung quergeschossen, schwer zu lesen.
Nun, ich finde die Gründe überhaupt nicht irrelevant. Es wird ja immer auf die Benachteiligung der Frauen verwiesen bei den angeblichen 12% Lohnunterschied.
Wenn man das lösen möchte und Frauen weniger benachteiligen, sollten die Gründe dafür bekannt sein. Die Bezahlung ist jedenfalls ein geringes Problem. Eher das Ehegattensplitting, MiniJobfalle und westdeutscher Halbtagslifestyle.
Im Gegensatz zu Ostdeutschland, Frankreich, Niederlanden und den USA arbeiten Frauen in Westdeutschland häufig in Halbtagsjobs. Auch nachdem die Kinder größer sind. Das wirkt sich stark auf das Armutsrisiko aus. Stärker als 6% Lohnunterschied. Speziell wenn dann eine Scheidung im Raume steht. Also eigentlich eben nicht, weil diese Frauen wirtschaftlich von ihren Männern abhängig sind.
Eine weitere Lösung wäre zB die Tarifbindung von Unternehmen wieder zu forcieren. Passiert ja gerade wieder bei staatlichen Ausschreibungen. Bei Tarifgefügen verdienen Männer und Frauen nämlich das Gleiche in der Position ;) Da gibt es keine Lohnbenachteiligung. Also alle Beamtenjobs.