Autofahren muss man. Das ist alternativlos. Wenn man aber kein Brot, Käse, Wurst,… bekommt, kann man immer noch Kuchen essen!
Isst man halt mal ein bisschen weniger. Ist auch gut für die Figur /s
“Der Lebensmittelpreis” ist zu abstrakt und lässt sich nicht so leicht auf eine allgemeine Kennzahl runterbrechen. Es kommt ja stark darauf anwas man genau kauft und von wem und wo.
Spritpreise sind einfacher zu benennen. Das gibt’s in wenigen Geschmacksrichtungen und man bekommt den Preis praktisch täglich vors Gesicht gehalten.
Supermarkt mit Butter Preis Anzeige Tafel draussen wann
Naja. Früher hat unser Einkauf am Wochenende max. 100 € gekostet. Seit Corona sind es normalerweise 120 €. In letzter Zeit mehr.
Ja, es gibt keine allgemeine Kennzahl. Aber jeder hat so seinen normalen Einkauf, der einfach teurer wird.
Das will ich auch gar nicht in Abrede stellen. Es ist deutlich teurer geworden. Aber wie viel ist deutlich schwammiger. Meinem Gefühl nach verstehen Menschen direkte Änderungen (Sprit +20ct) auch besser als Relative (Lebensmittel+20%). Deswegen gibt’s auch sowas wie den Dönerpreisindex…
Ich finde auch, dass Lebensmitteleinkäufe schwer vergleichbar sind. Wenn ich heute 70€ ausgebe, während es vor ein paar Jahren noch 50€ waren, gibt es zahlreiche Gründe.
Gerade Obst und Gemüse unterliegt deutlichen saisonalen Schwankungen, man kauft auch nicht jedes mal das gleiche ein. Und auswendig ist es ohnehin schwer zu sagen, was ein Becher Joghurt kostet.
Beim Treibstoff tanke ich immer ca. 60 Liter Diesel, das ist extrem gut vergleichbar.
Medien bestimmen durch die Berichterstattung, worüber sich Menschen mehrheitlich aufregen, oder zumindest durch die Wahl, über was berichtet wird, welche Dinge als “laut und präsent” warhgenommen werden.
Auch Medien: Wollen uns erklären, warum wir uns “in Wahrheit” über manche Dinge mehr aufregen…
🤣
Ich habe einige Vermutungen woran es liegen könnte, dass mehr über Sprit echauffiert wird. Lebensmittel sind als Nahrung eine Notwendigkeit zum Leben. Man kann die Menge und die Auswahl von Lebensmitteln anpassen. Wer das Auto fast nur benutzt, um zur Arbeit zu fahren und für den Alternativen kaum attraktiv sind, für den wird Sprit zur Notwendigkeit, kurz, die Nachfrage wird trotz einer Preissteigerung für diese Gruppe nicht besonders elastisch sein. Die Lebensmittelpreise enthalten auch die Kostenerhöhung durch den Treibstoff für den Transport.
Sicher, dass die Grundthese stimmt? Ich sehe durchaus Wut. Schaut doch einfach mal, wie Milka-Schokolade oder die Lindt-Osterhasen diskutiert werden.
Ich kann den Artikel dank Bezahlschranke nicht lesen, aber ich kann zumindest zu den zwei Zeilen, die ich lesen kann, eine (aus selbigem Grunde knappe) Gegenthese aufstellen:
“Benzinwut” herrscht deswegen, weil Benzin ein alternativloses Produkt ist, das (mit Schwankungen) überall das gleiche kostet. Bei Lebensmitteln ist der Markt maximal fragmentiert, so dass eine Preissteigerung im kompletten Segment überhaupt gar nicht so plakativ wahrgenommen wird wie der Anstieg von Benzin. Man regt sich eher über einzelne Hersteller/Produkte auf (Milka zwinker zwinker), aber wann hat man mal jemanden sagen hören: “Also mit den Kraftstoffprodukten von ESSO bin ich ganz besonders unzufrieden” ?
Es gibt keine Tracking Seiten für Supermarkt Preise. Für Tankstellen preise schon
Ohne den Artikel (wegen Bezahlschranke) gelesen zu haben: mir als jemandem, der nicht Auto fährt, fallen Lebensmittelpreise jedenfalls eher auf als Spritpreise. Wenn, dann ist die Behauptung höchstens in Bezug auf das, was in den Medien berichtet wird, richtig.
Warum? Cause it’s the patriarchy!
“Männer™ fahren Auto und Frauen™ gehen einkaufen.” Und wessen Probleme in unserer patriarchen Gesellschaft wohl wichtiger sind, muss man ja nicht erläutern.
Lebe alleine und wusste nicht, dass ich eigentlich eine Frau™ bin. Wieder was gelernt.
Ich bin froh, dass du damit keinem (satirisch gemeinten) Rollenklischee entsprichst.
Diversität = ❤️
Naja, ich lebe halt alleine. Wer soll denn sonst einkaufen gehen? Oder kochen? Oder aufräumen? Oder putzen?
Und auch sonst, ich lebe Innenstadtnah. Alleine im Haus bei mir sind fast so viele Wohnparteien wie es Parkplätze auf dem kurzen Straßenstück hier gibt. Da wäre ich doch völlig bekloppt mir eine Karre zuzulegen und versuchen zu parken. Davon ab habe ich es nur ~10 Minuten mit der Straßenbahn zur Arbeit.
Hier wird es entsprechend viele geben, die nicht in solche behaupteten Rollenklischees passen. Ich weiß echt nicht ob die unterhalb einer gewissen Altersgrenze heutzutage noch wirklich zutreffend sind.
Walscheiße
Wenn ich in den durchschnittlichen Lidl einkaufen gehe sehe ich eine ziemlich gleichmäßige Geschlechterverteilung zwischen Männern und Frauen (kann natürlich auch sein, dass sich alle Männer im Lidl als Frauen identifizieren… who knows?)
Walscheiße
Irgendwie ein sehr schön zeit-relevanter Ausdruck. Love it!
Bzgl. der Einordnung: Mein Post war als eine satirische Anspielung auf immer noch existierende Rollenklischees einer patriarchalen Gesellschaft gemeint.
Falls dich das genauer interessiert was ich damit meine, guck bitte meine Antwort zu einem der anderen Menschen hier. Da hab ichs noch etwas mehr ausgeführt.
Kritisch bleiben! 💪
Willst du das etwas ausführlicher erklären, was du hier meinst? Denn auch Frauen fahren bekanntlicherweise Auto und auch Männer kaufen ein. Spätestens wenn du über Paare redest, reden wir ja über ein gemeinsames Haushaltsbudget.
Danke das du nachfrägst. Ich stimme dir da natürlich zu, da es auch nicht so “allgemein” gedacht war.
Meine Aussage sollte eher eine stilistisch-überspitzte, satirische Anspielung sein. (Das kam aber wohl nicht so ganz rüber, weswegen ich eigentlich froh bin, dass Leute sich hier kritisch positionieren).
Ich meinte damit auch nicht biologische Geschlechter, sondern stereotype Rollenbilder, die leider in unserer Gesellschaft immer noch existieren und mit zunehmender Ausrichtung nach politisch-rechts wieder fahrt aufnehmen. Für “echte Männer” bleibt das Auto eine Identifikationsfläche in einer hetero- und autonormativen Gesellschaft. Und wenn man sich mit was identifiziert, dann reagiert man u.A. gereizt, wenn einem das (z.B. durch hohe Spritpreise) madig gemacht wird.
Ein netter Beitrag zum Thema Auto, Mobilität und (Geschlechter)Gerechtigkeit gibts hier: https://gerecht-mobil.de/wie-beeinflusst-mobilitaet-gender/
Frauen und sozial schlechter gestellte Gruppen/Minderheiten werden häufer Opfer von motorisierter Gewalt und übernehmen immer noch einen Großteil der Carearbeit, während Männer™ Städte und eine Mobilitätsinfrastruktur gebaut haben die ganz im Sinne der Autonormativität vor allem traditionell-männliche Rollenbilder begünstigen.
Zudem haben wir in Politik & wirtschaftlicher Führung eine sehr un-diverse Besetzung. (Sehr viele “alte weiße Männer”). Das verstärkt natürlich die existierenden Probleme & Rollenbilder. Man siehe auch den hohen Prozentanteil von Dienstwägen der von Männern gefahren wird.
Ich hoffe das hat meinen initialen Post genügend erläutert?
PS: Ein weitere großer Tipp bzgl. gerechter Mobilität sind die Bücher von Katja Diehl!
Ich bin da ja immer etwas skeptisch, wenn Leute dann mit ihren eigenen Vorurteilen diskutieren. Klar, Autos sind im Stereotyp extrem männlich geprägt, aber wenn man mal tiefer in die Statistiken guckt, sind diese typischen Autonarren oder Autoposer ja nur ein absolut kleiner Teil der Bevölkerung. Bringt halt nix, wenn man die Idioten dann irgendwie als “typisch männlich” verkauft und dann allen Männern unterstellt ein Idiot zu sein.
Auch die Führerscheinverteilung zeigt wenig Gender-Ungleichheiten, es haben grob gleich viele Männer und Frauen einen PKW-Führerschein. Männer fahren zwar mehr, aber das liegt im Kern daran, dass sie längere Pendelwege haben.
Da bist du leider fünfzig Jahre zu spät dran.
Wirkliche Gleichberechtigung war weder vor 50 Jahren, noch ist sie heute, wirklich erreicht.







