Ein Spendenlauf an der Schule, Online-Aufrufe mit Fotos und sogar ein Kredit, den jemand für angeblich lebensrettende Medikamente aufnahm: Eine 42-Jährige hat vor Gericht eingeräumt, mit der erfundenen Krebserkrankung ihres Sohnes mehr als 350.000 Euro erschlichen zu haben.
Zwei Sachen: erstens, wenn man das so liest, denke ich immer “voll der Aufwand, über Jahre hinweg, für eigentlich nichts, und jetzt ist alles futsch”. Also, was ich meine: gegenüber solch merkwürdigen Formen der Kriminalität, kann man ja auch einfach arbeiten gehen. Ist genauso viel Aufwand, kommt quasi genauso viel rum, aber ist nicht alles weg, wenn man erwischt wird. Saudumm.
Zweitens: das diese Breaking Bad Angelegenheit in USA verfängt, ist ja eine Sache. Aber, mal doof gefragt: würde denn eine Krankenkasse in Deutschland nicht für die Medikamente eines krebskranken Kindes aufkommen? Warum sollte ich denn da für Medikamente spenden? Also, so Make-A-Wish mäßig für einen Disneyland-Besuch, fair enough, aber da braucht es ja nun auch keine 15k Euro. Da wäre es ja glaubwürdiger statt Krebs eine Behinderung vorzutäuschen, dass man das Geld für eine barrierefreie Wohnung bräuchte, oder so. Weird.
Grundsätzlich hast Du schon Recht, dass in Deutschland der Ansatz “Krankenkasse zahlt nicht” ein Spezialfall ist und mich das sehr misstrauisch machen würde.
Aber es gibt Bereiche, wo es um experimentelle Therapien, eine Behandlung mit in DE nicht zugelassenen Medikamenten o.ä. geht - da kann es sein, dass die Fahrt-/Reisekosten zu einer Behandlung von den Patienten getragen werden müssen und/oder auch Behandlungskosten - das findet dann teilweise im Ausland statt. Oder man hat Therapien/Medikamente, die nicht im Leistungskatalog der Krankenkasse enthalten sind und daher nicht übernommen werden. Dazu zählt oft etwas wie die “Delfintherapie”, wo Menschen mit Delfinen schwimmen und dies zu einer Verbesserung ihres Gesundheitszustandes führen soll. Ich hab mich nicht schlau gemacht, ob es zur Wirksamkeit belastbare wissenschaftliche Studien gibt. Es ist nur eine Sache, die häufiger medial auftaucht und für die gesammelt wird.
PS: Auch für Hilfsmittel und den behindertengerechten Umbau können Anträge bei Kranken-/Pflegekasse gestellt werden. Es wird von der Kasse nicht alles als erforderlich erachtet und es kann zu Kürzungen kommen.
Zwei Sachen: erstens, wenn man das so liest, denke ich immer “voll der Aufwand, über Jahre hinweg, für eigentlich nichts, und jetzt ist alles futsch”. Also, was ich meine: gegenüber solch merkwürdigen Formen der Kriminalität, kann man ja auch einfach arbeiten gehen. Ist genauso viel Aufwand, kommt quasi genauso viel rum, aber ist nicht alles weg, wenn man erwischt wird. Saudumm.
Zweitens: das diese Breaking Bad Angelegenheit in USA verfängt, ist ja eine Sache. Aber, mal doof gefragt: würde denn eine Krankenkasse in Deutschland nicht für die Medikamente eines krebskranken Kindes aufkommen? Warum sollte ich denn da für Medikamente spenden? Also, so Make-A-Wish mäßig für einen Disneyland-Besuch, fair enough, aber da braucht es ja nun auch keine 15k Euro. Da wäre es ja glaubwürdiger statt Krebs eine Behinderung vorzutäuschen, dass man das Geld für eine barrierefreie Wohnung bräuchte, oder so. Weird.
Grundsätzlich hast Du schon Recht, dass in Deutschland der Ansatz “Krankenkasse zahlt nicht” ein Spezialfall ist und mich das sehr misstrauisch machen würde.
Aber es gibt Bereiche, wo es um experimentelle Therapien, eine Behandlung mit in DE nicht zugelassenen Medikamenten o.ä. geht - da kann es sein, dass die Fahrt-/Reisekosten zu einer Behandlung von den Patienten getragen werden müssen und/oder auch Behandlungskosten - das findet dann teilweise im Ausland statt. Oder man hat Therapien/Medikamente, die nicht im Leistungskatalog der Krankenkasse enthalten sind und daher nicht übernommen werden. Dazu zählt oft etwas wie die “Delfintherapie”, wo Menschen mit Delfinen schwimmen und dies zu einer Verbesserung ihres Gesundheitszustandes führen soll. Ich hab mich nicht schlau gemacht, ob es zur Wirksamkeit belastbare wissenschaftliche Studien gibt. Es ist nur eine Sache, die häufiger medial auftaucht und für die gesammelt wird.
PS: Auch für Hilfsmittel und den behindertengerechten Umbau können Anträge bei Kranken-/Pflegekasse gestellt werden. Es wird von der Kasse nicht alles als erforderlich erachtet und es kann zu Kürzungen kommen.