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In Köln fing alles an, in Sachsen ist es jetzt verboten. In der Stadt Heidenau bei Dresden dürfen künftig keine Stolpersteine mehr verlegt werden. Das hat der Stadtrat beschlossen - auf Antrag von AfD, CDU und einem Bürgerbündnis. Das Ergebnis: 13 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmen, eine Enthaltung. Die Stadtverwaltung hatte sich gegen den Antrag ausgesprochen.
…
Ah da regieren bestimmt die linken Antisemiten! /s
Gott bewahre! Die wollen unser Schnitzel!
Pass auf, Dieter! Der Linke will dir deinen Diesel wegnehmen!
Das ist ja nicht anti semitisch
Die finden es auf einmal respektlos dass man “auf die Personen tritt.”
Dass das rein zufällig mit der 180° Wende in der Erinnerungspolitik zusammenfällt und von einer teilweise gesichert rechtsextremen Partei kommt, kann doch keiner wissen 🙃
"[…] Stattdessen solle das Gedenken vorzugsweise auf dem Nordfriedhof der Stadt stattfinden, so “dass ein direktes Betreten der Gedenkelemente ausgeschlossen ist”.
Hätte man gesagt, das wenn möglich das an der Hauswand angebracht wird, hätten wir ja noch drüber reden können. So ist es ein erinnert gerne, aber bitte nicht wo man das sieht.
Genau so und nicht anders ist das gemeint.
Endlich…
Und wieso ist das eine gute Sache das Gedenken an die Holocaustopfer aus dem Alltag der Menschen zu verbannen?
Der Zweck der Stolpersteine ist, dass man diese immer wieder im Alltag wahrnimmt und so das Gedenken lebendig hält.
Weil es ein Schritt ist sich davon zu lösen in der Vergangenheit zu leben. Deutschland ist in vielerlei Hinsicht noch nicht im 21. Jhd. angekommen - mal von dem obligatorischen Faxgeräte-Meme abgesehen - sind wir mental immer noch im 20. Jhd. in der Nachkriegszeit gefangen. Das die Shoa ein beispielloses Verbrechen war - darüber brauche wir nicht zu reden. Der ständige Fokus hierauf lenkt aber davon ab das wir es verschlafen nach vorne zu sehen und uns den Herausforderungen einer feindseliger werdenden Welt zu stellen.
Von daher bin ich ein Freund davon die Erinnerung an die Toten dahin zu bringen wo sie hingehört: Auf den Friedhof und sich mehr darauf zu konzentrieren was wir tun müssen um uns eine Zukunft zu sichern.
uns den Herausforderungen einer feindseliger werdenden Welt zu stellen.
In einer Welt in der Rechtsextreme Politik faktisch die Normalität ist und Nazis im Bundestag sitzen, sollten wir nicht anfangen und die Erinnerung an die Verbrechen des Rechtsextremismus auszulöschen. Nur wer die Geschichte kennt ist in der Lage zu verhindern, dass sie sich wiederholt.





