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Cake day: June 23rd, 2024

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  • In jedem Kopfhörer befinden sich Treiber. Der Strom aus dem Kopfhöreranschluss erzeugt in ihnen ein Magnetfeld, welches wiederum die Membran zum Schwingen bringt und den hörbaren Schall erzeugt. Manche Treiber haben eine hohe Impedanz, so nennt sich der elektrische Widerstand bei Wechselstrom. Der wird (etwas vereinfacht) in der Einheit Ohm angegeben. Ist dieser Widerstand sehr hoch, fließt weniger Strom durch die Treiber. Damit die eine passende Lautstärke erreichen, muss etwas mehr elektrische Spannung her. Im Wesentlichen erreicht man die einfach, indem man die Lautstärke erhöht. Gerade mobile Geräte können aber nicht immer die Spannung liefern um das Audiosignal (welches ja letztendlich Strom ist) ausreichend durch den Treiber zu “drücken”. Das merkt man vor allem, wenn ein Kopfhörer voll aufgedreht noch immer relativ leise ist. Kopfhörerverstärker stellen einfach nur sicher, dass genug Spannung vorhanden ist. Wichtig ist, dass mehr Ohm nicht gleich bedeutet, dass Kopfhörer besser klingen. Die Impedanz ergibt sich einfach aus der Konstruktion der Treiber.


  • Habe lange Zeit Beyerdynamic DT990 mit 250 Ohm Impedanz genutzt. Zuerst am Motherboard-Audio-Ausgang, später dann an einem Schiit Audio Magni+Modi (Keine Probleme unter Linux gehabt btw.). Klanglich war aber kaum ein Unterschied zu merken. Die Kopfhörer selbst sind deutlich wichtiger. Seit 3 Jahren habe ich mittlerweile Hifiman Sundaras. Klanglich gefallen mir die nochmal etwas besser und die DT990 nutze ich trotz der 250Ohm jetzt für alles andere: Am Keyboard, Laptop und manchmal an einem anderen PC direkt an der billigen Kopfhörer-Buchse vom Monitor. Ist immer laut genug, ohne das ich da jemals Verzerrungen oder ähnliches bemerkt habe. Kurzgesagt: Schicke DACs und Kopfhörer-Verstärker sind ganz nett, aber kein muss. 200€ Kopfhörer direkt am PC ist besser als 100€ Kopfhörer an einem 100€ DAC+Kopfhörerverstärker.