Das Problem sehe ich eher darin, dass keiner der Politiker aussprechen kann was er eigentlich denkt:
Know-how zum Bau und Betrieb von Atomkraftwerken ist notwendig um in der Lage zu sein im Zweifel Schnell eine eigene Atombombe bauen zu können.
Je weniger der nukleare Schutzschild der Amerikaner wert ist, und je mehr die Franzosen und Engländer unverlässlich sind, desto notwendiger sehen diese Politiker das.
Daher sind ihnen die tatsächlichen Kosten komplett egal.
Das kann man aber nicht fordern. Sowohl innenpolitisch, als auch nicht den Amerikanern gegenüber, von denen man sich ja unabhängig machen möchte.
Oder natürlich diese Politiker sind einfach nur strunzdoof. Schwer zu sagen was es wirklich ist.
Je weniger der nukleare Schutzschild der Amerikaner wert ist
Eher nukleares Lockmittel. Atomwaffen wird man am Besten mir Atomwaffen ausschalten. Die nuklearen Waffen zwingen die Russen bei einer Eskalation dazu, Militärbasen in Deutschland mit Nuklearwaffen zu zerstören.
Know-how zum Bau und Betrieb von Atomkraftwerken ist notwendig um in der Lage zu sein im Zweifel Schnell eine eigene Atombombe bauen zu können.
https://fissilematerials.org/facilities/enrichment_plants.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Urenco
Haben wir. Anscheinend braucht man kein Plutonium für eine Bombe. Angereichertes Uran reicht.
Wichtiger als der Kernspaltungsteil ist der Fusionsteil. Wir wollen Dreistufige Wasserstoffbomben haben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kernwaffentechnik#Wasserstoffbombe
Das schwierigste dürfte allerdings die Zweitschlagfähigkeit sein, wenn wir die Atomwaffen defensiv nutzen wollen. Wir brauchen dafür passende Raketen und U-Boote. Siehe U-Boot Lieferung an Israel, wir könnten vorbereitet sein.
Wir haben übrigens in München einen Forschungsreaktor, der mit hochangereichertem Uran läuft. Wir werden wahrscheinlich irgendwo auch den Rest einer Bombe haben, wo wir das Uran nur einsetzen müssen.
Das schwierigste dürfte allerdings die Zweitschlagfähigkeit sein, wenn wir die Atomwaffen defensiv nutzen wollen. Wir brauchen dafür passende Raketen und U-Boote. Siehe U-Boot Lieferung an Israel, wir könnten vorbereitet sein.
Die U-Boote, die man von Deutschland aus sinnvoll betreiben kann, eigenen sich nicht für strategische Abschreckung im Sinne eines ernstzunehmenden Zweitschlags. Ein kleines Jagd-U-Boot für flache Küstengewässer, das eine Handvoll Marschflugkörper mit je einem Sprengkopf aus seinen Torpedorohren starten kann, ist kein Potenzial für einen strategischen Zweitschlag. Die von Deutschland aus direkt zugänglichen Gewässer sind zu flach, um darin ein großes Raketen-U-Boot verstecken zu können, das mit Interkontinentalraketen mit Mehrfachsprengköpfen dutzende Sprengköpfe auf einmal starten kann. Nicht ohne Grund sind kleine Jagd-U-Boote für flache Gewässer ein gefragter deutscher Exportartikel, das ist nun mal das Einzige, das man hier brauchen kann, und die Werften haben sich darauf spezialisiert.
Strategische Abschreckung für Deutschland alleine funktioniert nicht wirklich, denn für landgestützte Raketen ist die Vorwarnzeit zu kurz, was das Risiko massiv erhöht, bei einem Fehlalarm überzureagieren, und für strategische Raketen-U-Boote fehlt der direkte Zugang zu tiefem Wasser. Funktionieren kann eine (dringend gebotene) von den USA unabhängige nukleare Abschreckung nur in europäischer Zusammenarbeit. Die Länder, die aus geographischen Gründen keine sinnvolle strategische Zweitschlagskapazität haben können, könnten ja einen Teil der taktischen Komponente übernehmen. Die braucht man auch, denn ohne glaubwürdige Eskalationsstufen zwischen konventionellen Waffen und strategischem Zweitschlag ist die ganze nukleare Abschreckung unglaubwürdig, weil ein groß angelegter strategischer Atomschlag unweigerlich die eigene Vernichtung durch den darauf erfolgenden Gegenschlag verursacht. Gerade mit strategischen Raketen-U-Booten ist praktisch nur ein einziger massiver strategischer Nuklearschlag sinnvoll, denn in dem Moment, wo man von einem solchen U-Boot auch nur eine Rakete startet, wird spätestens durch die Flugbahn der Rakete sein Aufenthaltsort bekannt und dadurch entsteht ein hohes Risiko, dass es in naher Zukunft angegriffen und versenkt wird. Damit ist es nicht sehr sinnvoll, nur einen Teil der Raketen zu starten, weil man davon ausgehen muss, dass ein zweiter Start nicht mehr stattfinden kann.
Wir haben übrigens in München einen Forschungsreaktor, der mit hochangereichertem Uran läuft. Wir werden wahrscheinlich irgendwo auch den Rest einer Bombe haben, wo wir das Uran nur einsetzen müssen.
Eine Handvoll von Wissenschaftlern eignen sich bestenfalls zur Herstellung einzelner Prototypen. Um eine einigermaßen glaubwürdige Abschreckung zu haben, braucht man einen größeren Maßstab, das geht nur mit einer regulären Industrie.
Eine Handvoll von Wissenschaftlern eignen sich bestenfalls zur Herstellung einzelner Prototypen. Um eine einigermaßen glaubwürdige Abschreckung zu haben, braucht man einen größeren Maßstab, das geht nur mit einer regulären Industrie.
Wir könnten ca. 25kg waffenfähiges Uran pro Tag herstellen, die Niederlande noch einiges mehr. https://feddit.org/post/26722742/11946449
Wir lagern ca. eine Tonne angereicherte Vorstufen. Wenn ein Sprengkopf 50kg braucht, starten wir vielleicht mit 3 und könnten mit den Niederlanden zusammen pro Tag einen hinzufügen.
Es geht nicht nur um die Menge an Material, sondern darum, dass man genug geeignetes Personal und die richtigen Maschinen braucht, um das Material auch in angemessener Zeit zu verarbeiten und später die Wartung zu übernehmen. Einen funktionierenden Nuklearsprengsatz als Physikexperiment kann man mit ein paar Wissenschaftlern im Labor zusammenbasteln. Aber um eine praktisch einsetzbare Waffe in als Abschreckung glaubwürdiger Anzahl daraus zu machen, benötigt man eine entsprechende Industrie, die in der Lage ist das in Serienfertigung zu tun. Die Serienfertigung braucht man nicht nur wegen der Anzahl, sondern auch, um sicherzustellen, dass Qualitätsstandards eingehalten werden und nicht jede einzelne Bombe leicht andere Eigenschaften hat.
https://de.wikipedia.org/wiki/Urenco
Wir stellen die Brennelemente her. Die Prozesse dürften genau das sein was gebraucht wird, im Gegensatz zu Homer Simpsons Job im Kraftwerk.
Oh, ich glaub nicht das das durchdacht oder total klug ist. Nur das es wahrscheinlich ist, das diese Politiker das Denken und nicht glauben das sagen zu können.
Rückblickend war der Ausstieg ein Fehler. Ich war trotzdem dafür, weil ich nicht damit gerechnet hatte dass Putin einen länderübergreifenden erweiterten Selbstmord begeht und dass die Amis zweimal Trump wählen.
Zu Atomenergie zurückzukehren wäre allerdings ein noch viel größerer Fehler. Bis die an den Start gingen wären wir lange über 2°C und für das Geld bekommt man so viel mehr an erneuerbarer Energie.Stromerzeugung mittels Kernenergie ist nur ein Platzhalter und Personal-/Wissenspool für eine mögliche militärische Nutzung der Kernkraft. In dieser Hinsicht war der Ausstieg ein strategischer Fehler. (Staaten, die eine eigenständige Atomindustrie zur Stromerzeugung unterhalten, sind in der Regel nur wenige Monate von eigenen Atomwaffen entfernt, das ist quasi nukleare Abschreckung auf Abruf)
Für Unbedarfte sieht Stromerzeugung mittels Kernenergie nur deshalb billig aus, weil sie wegen ihrer strategischen Rolle hoch subventioniert wird. Leider wird regelmäßig mit dieser Rolle nicht ehrlich umgegangen und stattdessen die Lüge von der sauberen und billigen Energie verbreitet, um das Ganze der Öffentlichkeit schmackhafter zu machen.
Ich habe mich vielleicht etwas zu ungenau ausgedrückt. Der Ausstieg bevor die Reaktoren ihr Lebensende erreicht haben war ein Fehler. Das teure ist ja primär die Errichtung und der Abriss. Dass sich Atomenergie sich im ganzen nicht lohnt dachte ich braucht man nicht mehr diskutieren :D
Die kleine modulare Reaktoren wären aber vielleicht einer Erwägung wert. Obwohl ich nicht weiß wie es bei ihnen aus finanzieller Sicht aussieht
Das Problem mit denen auch dass die höher angereichertes Uran brauchen als gewöhnliche Reaktoren. Das kombiniert mit mit einer stärkeren Dezentralisierung von Kraftwerken sehe ich sehr Problematisch.
Hmm schade, das mit dem Uran hab ich nicht gewusst. Ihre relative Einfachheit im Vergleich zu den konventionellen Atomkraftwerken fand ich geil
Die sind halt kleiner, aber auch leistungsschwächer, als die üblichen Kraftwerksreaktoren. Das sind quasi U-Boot-Reaktoren an Land mit einem fancy Namen. Mehr nicht. Braucht kein Schwein, außer man will das Know-How und die Ausrüstung, um Reaktoren für Schiffsantriebe zu bauen, auch bei geringem Bedarf einigermaßen erschwinglich aufrecht erhalten, indem man den Herstellern erlaubt, die Reaktoren für Kraftwerke an Land zu verkaufen.
Schlecht.





