„Reformieren“ heißt bei dieser Regierung immer zusammenstreichen und kürzen, bis es kracht.
#Scheißverein
Gute Idee. Kinder und Jugendliche sind ja bekanntlich homogen und es ist absolut richtig und gut, alle pauschal identisch zu behandeln.
*alle Menschen
Aber nein, bei den ganzen individualsierten Leistungen wollte man nur Geld rauswerfen, hat sich sonst keiner Gedanken drüber gemacht! /s
Ohne jetzt den zugrundeliegenden Politico-Artikel, geschweige denn das angesprochene Papier gelesen zu haben…:
Die Änderungen, die im BR Artikel besprochen werden, nämlich die Begleitung in Kita und Schule im Rahmen der Hilfe zur Erziehung bzw. im Rahmen der Eingliederungshilfe sind nur ein winzig kleiner Teil der Kinder- und Jugendhilfe und ehrlich gesagt halte ich es gar nicht für so verkehrt, diese Leistung etwas zu pauschalisieren, denn…:
Meiner Erfahrung aus der Schulbegleitung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen nach gibt es in einer durchschnittlichen Klasse oft viel mehr Schülys, die einen Hilfebedarf haben, als die zwei, drei Inklusionskinder. Viele bekommen aber keine Schulbegleitung, weil sie nicht die notwendigen formalen Antragsvoraussetzungen erfüllen (sprich: Diagnosen) und der Weg dorthin ist oft lang und steinig. Diese Kinder könnten von Bildungsassistenz:innen, die sich nicht nur nach Leistungsbescheid zuständig fühlen, profitieren.
Und auch die Zuständigkeitsüberschneidungrn zwischen Eingliederungshilfe und Kinder- und Jugendhilfe sind ein praktisches Problem: Du hast zum Beispiel einen Jugendlichen mit einer seelischen Behinderung: Wer ist nun für ihn zuständig? Die Eingliederungshilfe, weil die Behinderung im Vordergrund steht oder die Kinder- und Jugendhilfe, weil der Status als Jugendlicher im Vordergrund steht. Hier kann man sicherlich noch einiges eindeutiger regeln und so auch für die Antragsteller:innen mehr Klarheit schaffen.
Nicht, dass ich bei einer CDU- Ministerin irgendwelche Hoffnungen habe, aber das sind meine zwei Cent zu dem Thema.




