Der Amokfahrer in Leipzig war wieder einmal ein Mann. Wir müssen reden: über Männer, ihr angeknackstes Selbstbild und ihre Lösungsstrategien.

  • ComfortableRaspberry@feddit.org
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    15 days ago

    Natürlich wäre es Unsinn, deshalb Fahrverbote für alle Männer zu fordern. Denn es sind ja nicht alle Männer so, bei Weitem nicht. Aber wenn es tatsächlich fast immer ein Mann ist, muss dieses Problem in den Fokus. Gerade weil es hier keine einfachen Lösungen gibt, ist eine gesamtgesellschaftliche Reflexion über das Männerbild unumgänglich. Sie könnte den Alltag sicherer machen, nicht nur in Fußgängerzonen.

    Finde ich ein stabiles Fazit. Das gesellschaftliche Bild von Männlichkeit ist veraltet und passt nicht mehr zur Realität. Wäre doch sinnvoll da was zu ändern

    • RalfWausE_der_zwote@feddit.org
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      15 days ago

      Das gesellschaftliche Bild von Männlichkeit ist veraltet und passt nicht mehr zur Realität.

      Das ist eine Ansicht die ich persönlich nicht teile.

        • RalfWausE_der_zwote@feddit.org
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          14 days ago

          Gerade heute wird in der Mainstreamgesellschaft wieder das Bild eines emotional stabilen in sich selbst ruhenden und “starken” Mannes gebraucht der auch in der Lage ist sich zur Not mit physischen Mitteln zur Wehr zu setzen, der Probleme lösen und idealerweise einer der Grundsteine einer intakten Familie ist. Der derzeitige Kampf gegen alles “männliche” wird ansonsten nur weiter dazu führen daß sich immer mehr (junge) Männer in die Gesellschaft entweder der (extremen-) Rechten, dem Islamismus und anderer toxischer Strukturen begeben.

          • papagaya@feddit.org
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            14 days ago

            Inwiefern ist ein gewaltbereiter Mann (‘sich zur Not mit physischen Mitteln zur Wehr zu setzen’) ein guter Grundstein einer intakten Familie? Die Situation ist doch genau gegenteilig. Gewalttätige Männer zerstören Familien. Wie in diesem Beispiel, wie in den unzähligen Fällen von Femiziden.

            • RalfWausE_der_zwote@feddit.org
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              14 days ago

              “sich zur Not mit physischen Mitteln zur Wehr setzen” != “gewaltbereit”.

              In einer idealen, utopischen Gesellschaft wird es nie notwendig sein eine physische Auseinandersetzung mit jemand anderen einzugehen, wir leben nur leider nicht in dieser Gesellschaft.

              • kossa@feddit.org
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                14 days ago

                “sich zur Not mit physischen Mitteln zur Wehr setzen” != “gewaltbereit”.

                Was bin ich lesend? “Gewaltbereit = bereit dazu Gewalt einzusetzen”.

                “sich zur Not mit physischen Mitteln zur Wehr setzen” liest sich für mich wie…bereit dazu Gewalt einzusetzen 😅

              • papagaya@feddit.org
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                14 days ago

                Ungeachtet dieser interessanten Definition von ‘gewaltbereit’, fehlt mir noch die Erklärung, warum ein solches Verhalten ein guter Grundstein einer intakten Familie sei.

                Welche Rolle spielt für eine intakte Familie die Bereitschaft, physische Gewalt anzuwenden?

                • RalfWausE_der_zwote@feddit.org
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                  13 days ago

                  Welche Rolle spielt für eine intakte Familie die Bereitschaft, physische Gewalt anzuwenden?

                  Wir leben noch nicht so fürchterlich lange in den relativ stabilen Verhältnissen wie wir sie aktuell haben, emotional sind wir doch noch alle Höhlenmenschen. Das Bewusstsein, dass da jemand in der Familie ist der zur Not als “Beschützer” fungieren kann dürfte sich positiv auf die Stabilität der Familie auswirken.

                  An diesem Punkt der Diskussion würde ich vielleicht sogar noch einen etwas anderen Winkel da rein bringen und behaupten: Es muss noch nicht mal der “biologische Mann” sein der diese Funktion in einer Familie ausübt, sondern eher so etwas wie ein “männlicher Archetyp” (das kann dann halt auch eine entsprechend veranlagte Frau / Transperson / whatever in einer entsprechenden Beziehung sein).

                  • papagaya@feddit.org
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                    13 days ago

                    Viel Konjunktiv in deiner Aussage. Was zeichnet deinen ‘Beschützer’ denn aus und was sind die positiven Wirkungen?

                    Wir sind evolutionär vielleicht noch nah am Höhlenmenschen, das hat aber wenig Einfluss auf unsere Wahrnehmung von Gewalt. Dass Gewaltbereitschaft nicht notwendig sondern schädlich für stabile Familienstrukturen ist, ist wissenschaftlich recht eindeutig belegt [ 1, 2]. Insbesondere, weil Gewaltbereitschaft sehr schnell nach innen wirkt [3, 4].

                    Falls du jenseits deines Gefühls echte Argumente hast, bin ich offen für eine Diskussion.

          • 🦄🦄🦄@feddit.org
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            14 days ago

            Du beschreibst halt nicht “Das gesellschaftliche Bild von Männlichkeit”, wie es existiert, sondern wie du es dir wünschst.

            idealerweise einer der Grundsteine einer intakten Familie ist

            Was ist bei lesbischen Paaren, die ein Kind zeugen oder eines adoptieren? Ist das auch eine intakte Familie?

            • RalfWausE_der_zwote@feddit.org
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              14 days ago

              Was ist bei lesbischen Paaren, die ein Kind zeugen oder eines adoptieren? Ist das auch eine intakte Familie?

              Das kann eine intakte Familie sein, aber ob das fehlende männliche (bei einem schwulen Paar dann eben das fehlende weibliche) “role model” für die Entwicklung eines Kindes wirklich so gut ist… ich weiß es ehrlich nicht.

              • LyingCake@feddit.org
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                14 days ago

                Ich finde es schön, dass du deine Nachricht damit beendest, dass du anerkennst, ea nicht zu wissen, auch wenn man herauslesen kann, was du für intuitiv schlüssig hältst. Ob gleichgeschlechtliche Eltern zu haben für die Entwicklung eines Kindes Auswirkungen hat, ist auch eine Frage, die man durchaus stellen kann.

                Du hast gesagt, du weißt es nicht, ich habe das Glück an dieser Stelle sagen zu können, ich weiß was darüber. Das ist in der Sozialpsychologie sehr ausführlich beforscht worden, primär aus der Notwendigkeit der Betroffenen heraus, ihre eigene Existenz verteidigen zu müssen. Und wenn ich ausführlich beforscht sage, dann meine ich wirklich Stichproben mit tausenden Kindern und Längsschnittstudien, die Kinder 20 Jahre lang begleitet haben. Man beschäftigt sich schon seit 40 Jahren mit dem Thema.

                Das Ergebnis: Kinder von LG-Familien ‘performen’ genauso gut wie Kinder ohne diese Spezifikation, im Zweifel etwas besser. Das gilt für alle möglichen relevanten Maße. Das mit dem besser liegt wahrscheinlich daran, dass lesbische und schwule Paare viel Aufwand auf sich nehmen müssen, um Kinder zu bekommen und deswegen diese Paare, die Kinder haben, einen entsprechend großen Kinderwunsch hatten und sich auch richtig emotional dazu verpflichten, einen guten Job zu machen.

                Obiges ist ein Fakt, an dem es wirklich keine Zweifel gibt. Wenn es dir wichtig ist, kann ich dir Belege raussuchen, grade habe ich da nicht so Lust zu. Ich erkenne an, dass ich ohne Belege nur eine Person im Internet bin, die etwas behauptet.

                • RalfWausE_der_zwote@feddit.org
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                  13 days ago

                  … Das mit dem besser liegt wahrscheinlich daran, dass lesbische und schwule Paare viel Aufwand auf sich nehmen müssen, um Kinder zu bekommen und deswegen diese Paare, die Kinder haben, einen entsprechend großen Kinderwunsch hatten und sich auch richtig emotional dazu verpflichten, einen guten Job zu machen.

                  DAS ist tatsächlich ein interessanter / plausibler Denkansatz… hmmm…

                • RalfWausE_der_zwote@feddit.org
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                  14 days ago

                  Möglich, wer weiß? Persönlich denke ich aber trotzdem, daß eine “klassische” Familie (Vater, Mutter, Kind(-er), erweiterter Familienkreis) wohl die besten Chancen hat ausgeglichene und gut sozialisierten Nachwuchs zu “produzieren”.