Jäger wollen Tiere im Wald vor dem Verdursten retten. Weil es so trocken ist, bringen sie im Main-Tauber-Kreis derzeit regelmäßig Tausende Liter Wasser in den Wald.
Jäger wollen Tiere im Wald vor dem Verdursten retten. Weil es so trocken ist, bringen sie im Main-Tauber-Kreis derzeit regelmäßig Tausende Liter Wasser in den Wald.
Die Trennung von Jagd und Hege wäre nicht ethischer. Das habe ich auch nie gesagt.
Es ist weniger ethisch heuchlerisch, Tiere zu versorgen und das dann zu veröffentlichen, wenn man nicht nur die Absicht verfolgt sie danach zu jagen, sondern sich zumindest generell um die Tiere kümmert.
Wenn wir von Ethik sprechen finde ich sowohl die Hobbyjagd als auch Zoos nicht ethisch vertretbar (PETA zu Jagd und Zoos)
Bei der Ethik geht es nicht um das Interesse am Tier, sondern ob das Tier dafür leidet. Einsperren, Töten, Qualzucht, nicht artgerechte Haltung sind aus meiner Sicht alle nicht ethisch vertretbar. Die Haustierhaltung kann z.B. für den Menschen mit Interesse an Gesellschaft / Liebe für das Tier gut sein, wenn das Tier gut versorgt ist und keine Qualzucht unterstützt wird
Ok, ich denke wir brauchen nicht weiter zu diskutieren, wenn du Standards der PETA anführst. Der PETA geht es in erster Linie um PETA und nicht um Tierwohl. Anstatt sich für Tiere einzusetzen, werden lieber mit Schockaktionen Spenden für sich selbst gesammelt. Im Grunde ist es ein sektenartige Verein, der seine vollkommen eigene Definition von Ethik und “lebenswertem” Tierleben hat. Sie wirft meiner Ansicht nach durch ihren Extremismus ein schlechtes Licht auf andere, bessere Organisationen.
Siehe zum Beispiel die großen Einschläferaktionen leicht vermittelbarer Hunde und Katzen in den USA (https://www.zeit.de/gesellschaft/2013-04/peta-einschlaefern-usa-tiere). Oder die meiner Meinung nach sehr ernstzunehmenden Vorwürfe, dass die Organisation Videos fälsch oder sogar Tierfoltervideos selbst produzieren lässt (https://eu.indystar.com/story/news/crime/2019/11/14/peta-footage-indiana-farm-may-have-been-faked-police-say/4192340002/ und https://wwd.com/sourcing-journal/sustainability/peta-video-international-fur-federation-1238731770/)
Inwiefern es einen Unterschied zwischen “ethischer” und “weniger ethisch heuchlerisch” gibt, ist mir auch schleierhaft. Das ist Augewischerei. Und wieso ist die Hobbyjagd weniger ethisch vertretbar als die Berufsjagd? Gerade in öffentlichen Wäldern, in welchen bei uns Berufsjäger tätig sind, kommt es immer wieder zu radikalen Massenabschüssen.
Ich denke deine Haltung basiert hauptsächlich auf einem grundsätzlichen Missverständnis des deutschen Jagdrechts. “Hobbyjäger” sind bei uns vornehmlich Revierpächter und deren Mitgeher. Das sind Leute, die oft über Jahrzehnte im selben Waldstück jagen und den Tierbestand persönlich kennen. Sie haben also eine Beziehung zu “ihrem” Wald. Sie sind je nach Wildart an Abschusspläne gebunden. Die aber heute tendenziell so hoch sind, dass hier gerne eher nach oben als nach unten geflunkert wird. Es gibt keinen Jagdverband (außer vielleicht dem Ökologischen Jagdverband), dem der Satz “Wald vor Wild” nicht ein Dorn im Auge ist.
Berufsjäger sind weisungsgebunden und unsere Staatsforsten sind zum Teil industrielle Holzproduktionsstätten. Das ist meiner Ansicht nach kritikwürdig.
An den “Hobbyjägern” sollte man meiner Ansicht nach eher die teilweise sogar kriminellen Unsitten kritisieren, die oft als traditionell oder Kavaliersdelikte gesehen werden. Dabei geht es hauptsächlich um den Umgang mit Raubtieren, von Mardern über Raubvögel bis hin zum Wolf. Hier gibt es alles, von der Verwendung illegaler Fallen bis zum gezielten Vergiften. Wenn so etwas in den Medien kommt, dann kann man eigentlich davon ausgehen, dass ein Jäger der Schuldige ist.