"Drei oder vier Euro" pro Arztbesuch? Kassenärzte-Chef Gassen setzt sich für eine "Kontaktgebühr" ein, um die Krankenkassen zu unterstützen. Auch die Krankenhäuser wollen, dass Patienten viel mehr selbst zahlen.
Die Notaufnahmen sind überlastet, weil zu viele Menschen nicht wissen, dass es den KV-Dienst gibt und die Notaufnahmen tatsächlich Notaufnahmen sind, d.h. eigentlich nur dafür zuständig sind, Menschen notfallmäßig ins Krankenhaus aufzunehmen. Sie können in der Regel auch keine ambulante, sondern nur eine prästationäre Versorgung leisten. Ein Gutteil der Patienten der Notaufnahmen ist dort schlichtweg fehlgeleitet, insbesondere alle, die aus eigenem Antrieb dort hingegangen sind und nicht aufgenommen werden plus denen, die ambulant hätten versorgt werden können. Dass einige Krankenhäuser auch tatsächliche - meist chirurgische - Notfallambulanzen haben, macht die Verwirrung nicht besser.
Nicht nur – aber wenn man einen monokausalen Sündenbock zum Externalisieren sucht, bieten sie sich an.
In Wirklichkeit kommen dazu noch eine ganze Menge politischer Entscheidungen und kultureller Veränderungen der letzten Jahrzehnte, z.B. der Verzicht auf ein (Quasi-)Primärarztsystem mit Einführung der KVK, die Ausweitung der Notdienstzeiten, die Einführung der Bereitschaftspraxen (es gibt Gegenden, wo man zur nächsten Bereitschaftspraxis weiter fährt als zum nächsten Krankenhaus), die Trennung der Sektoren, veränderte Inanspruchnahme, Unterfinanzierung und etliches mehr. Das Problem ist total vertrackt, und bisher hat noch jede Reform keine Besserung gebracht. Um auf US-Serien zurückzukommen, wenn man Code Black vertrauen darf scheint es über’m Teich auch nicht anders zu sein. Und ja, die Darstellung in den Medien (auch der deutschen) spielt auch eine Rolle.
Die Notaufnahmen sind überlastet, weil zu viele Menschen nicht wissen, dass es den KV-Dienst gibt und die Notaufnahmen tatsächlich Notaufnahmen sind, d.h. eigentlich nur dafür zuständig sind, Menschen notfallmäßig ins Krankenhaus aufzunehmen. Sie können in der Regel auch keine ambulante, sondern nur eine prästationäre Versorgung leisten. Ein Gutteil der Patienten der Notaufnahmen ist dort schlichtweg fehlgeleitet, insbesondere alle, die aus eigenem Antrieb dort hingegangen sind und nicht aufgenommen werden plus denen, die ambulant hätten versorgt werden können. Dass einige Krankenhäuser auch tatsächliche - meist chirurgische - Notfallambulanzen haben, macht die Verwirrung nicht besser.
Und das kommt davon, dass Leute im Fernsehen US-Notaufnahmen sehen? Sorry dass ich nachbohre, ich hab das Gefühl ich versteh die Zusammenhänge nicht.
Nicht nur – aber wenn man einen monokausalen Sündenbock zum Externalisieren sucht, bieten sie sich an.
In Wirklichkeit kommen dazu noch eine ganze Menge politischer Entscheidungen und kultureller Veränderungen der letzten Jahrzehnte, z.B. der Verzicht auf ein (Quasi-)Primärarztsystem mit Einführung der KVK, die Ausweitung der Notdienstzeiten, die Einführung der Bereitschaftspraxen (es gibt Gegenden, wo man zur nächsten Bereitschaftspraxis weiter fährt als zum nächsten Krankenhaus), die Trennung der Sektoren, veränderte Inanspruchnahme, Unterfinanzierung und etliches mehr. Das Problem ist total vertrackt, und bisher hat noch jede Reform keine Besserung gebracht. Um auf US-Serien zurückzukommen, wenn man Code Black vertrauen darf scheint es über’m Teich auch nicht anders zu sein. Und ja, die Darstellung in den Medien (auch der deutschen) spielt auch eine Rolle.