Ah, also Cum Ex endlich auflösen, abstrafen, genauso wie Maskenspahn, wohlhabende zur Verantwortung ziehen, Subventionen in unnachhaltige Industrien wie Fleischwirtschaft oder Fossile Energien einstellen, um nachhaltigen Anbau und Nahrungsproduktion zu fördern? Guter Plan!
Was? Ein auf freiwilliger Basis aufbauender “Deutschlandkorb”. Hmh… Zettel Papier – Dies ist wertlos Michmich einfügen.
Der Wahlkampf für das “Superwahljahr” ist ja schon voll im Gange
Gute Einordnung dazu hier: https://www.geldfuerdiewelt.de/p/deutschland-korb-peinlich-spd
TLDR: die regierende SPD BITTET den Einzelhandel um freiwilliges Angebot eines „Deutschlandkorbes“.
Also dümmer geht’s echt nicht mehr. Ihr seid am regieren, SPD. Ihr könnt gerne auch mal ein paar Gesetze erlassen. Das muss nicht immer nur die CxU machen.
Was die SPD machen “will” und was sie wirklich macht, ist oft das genaue Gegenteil.
Artikel zu Wünschen von Politikern sind ziemlich wertlos… die allermeisten Wünsche versanden sowieso aus diversen Gründen.
Ist denn schon wieder Wahlkampf?
Dank der Sonntagsfrage ist immer Wahlkampf
Außer in Bayern. König Söder weiß, gegen ihn wir niemand sich erheben.
Die SPD will mit einem Aktionsplan auf die
gestiegenen Lebensmittelpreisegefallenen Umfragewerte reagierenZitat aus der Zeit vor zwei Wochen:
Der SPD drohen im Superwahljahr 2026 schlimme Verluste, die Spitze gilt als angezählt. Eine Lösung könnte sein, den Reformmotor anzuwerfen.
Warum sonst sollten sie uns das Blaue vom Himmel* versprechen?
*Mit dieser Formulierung ist ausdrücklich nicht Willy Brandt gemeint, er hat damals tatsächlich was in Bewegung gesetzt in Sachen Immissionsschutz. Heutzutage ist unser Himmel an der Ruhr wie von ihm gefordert wieder blau (auch wenn da aktuell das Tief Gunda alles verdunkelt).
Der blaue Himmel im Ruhrgebit ist aber auch dem geschuldet, dass man zur Profitmaximierung die Industrie dort eingestampft und nach China verlegt hat, weil dort die Produktion billiger ist.
Es ist auch schon sehr privilegiert, sich bei all den Verdiensten von Willy Brandt nur an den Immissionsschutz zu erinnern. Er (und sein Nachfolger Helmut Schmidt) sind nämlich für praktisch Alles verantwortlich, was es an Gesetzen zum Schutz von Arbeitern vor Ausbeutung so gibt, obwohl die Nachfolgeregierungen (Inklusive Rot-Grün und Ampel) da schon Viel davon wieder eingestampft haben.
Nicht das die SPD von so vielen Lebensmitteln noch Bauchschmerzen bekommt oder das ganze am Ende doch zu komplex ist?
Joa ihr seid an der Regierung. Kann hier nur den Friedrich zitieren:
Ich bin mit dem, was wir bis jetzt geschafft haben, nicht zufrieden. Das muss mehr werden.
- Friedrich Merz
Sinkende Preise sind Gift für eine Volkswirtschaft. Das einzige was hilft sind steigende Löhne bei Stagnation für die Reichen und Kapitalerträge. Eigentlich ein SPD Heimspiel aber das weiß die Partei wohl selbst nicht mehr.
Wer hat uns verraten?
Fick die Volkswirtschaft, die dient eh nur noch dazu, dass die 1% immer reicher werden.
Solange die Preise genau einmal sinken und es sich nicht um Investitionen sondern Verbrauchsgegenstände geht ist der Effekt für die Wirtschaft nicht wirklich riesig. Niemand denkt sich “ich halte mein Geld zusammen, damit ich in zwei Jahren mehr Brot kaufen kann”.
Ich wäre aber voll dabei mal eine Preis-Lohn-Spirale zu starten und gleichzeitig eine Lohnsteigerungsbremse ab dem 80% Einkommens-Perzentil einzuführen.
Witzig, genau dazu ist mir gestern dies hier eingefallen. Natürlich haben wir jetzt noch keine dramatische Situation, und die Realität ist natürlich immer ein wenig komplexer, aber letztlich ist die einfachste Erklärung die: Weltweit sinkendes Angebot, gleich bleibende Nachfrage, steigende Preise.
Die Preise für Lebensmittel steigen MMN nicht sondern die Inflation lässt es so aussehen.
Die Produktionsmethoden für Lebensmittel haben sich seit 1970 (in der westlichen Welt) kaum verändert. Es macht also keinen Sinn, dass diese teurer werden. Stattdessen sollte man davon ausgehen, dass deren “reale Kosten” (Materialeinsatz, Arbeitskosten) konstant geblieben sind. Daran sollte man die Inflation bemessen.
Dagegen sind bei allen High-Tech Produkten die Produktionsmethoden seit den 1970ern deutlich effizienter geworden sodass diese “real” in den Kosten gesunken sind. Wenn du nun alle Produkte (Lebensmittel + High-Tech) in einen Korb wirfst um daraus die Inflation zu errechnen, dann ist der Wert niedriger als der für nur die Lebensmittel alleine. Daher sieht es so aus, dass “Lebensmittelpreise über der Inflation steigen”. Dabei ist die Inflation einfach zu niedrig bemessen MMN.
Die Produktionsmethoden für Lebensmittel haben sich seit 1970 (in der westlichen Welt) kaum verändert.
Da unterschätzt du die Lebensmittelindustrie aber deutlich. Was die an Automatisierung auffahren kann, ist nämlich enorm beeindruckend und definitiv nicht auf dem Level der 70er
ok dann müssten die Lebensmittel real betrachtet sogar günstiger geworden sein?
Sind sie ja auch - es gibt ja diese Daten, wie lange man z.B. für 1kg Fleisch oder 1kg Zucker arbeiten muss. Und wenn du dir die anschaust, dann haben Leute früher deutlich, deutlich länger dafür arbeiten müssen.
ok was sagst du dann zur Überschrift dieses Posts?
Wir reden hier halt über verschiedene Dinge - Lebensmittel können auf lange Sicht hin günstiger geworden sein, aber es gab halt trotzdem die letzten Jahre eine starke Preiserhöhung. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass die Lebensmittelindustrie weiterhin auf dem Niveau der 70er Jahre produziert wie von dir behauptet.









