Ein erster Schritt wäre, mal die Schnapsflaschen aus dem Süßigkeitenregal an der Kasse zu verbannen. Hochprozentiges wird hier behandelt wie Schokoriegel und Kaugummi, etwas, dass man sich mal eben so nebenbei reinzieht.
Das ist ja noch zynischer: Im LEH wird die Platzierung an der Kasse ja Impulsware bzw. Quengelware genannt. Quengelware, weil:
Als Quengelware bezeichnet man Artikel, die im Einzelhandel im Kassenbereich ausgelegt sind und dadurch vor allem aufgrund des Quengelns von Kindern während des Anstehens an der Kasse gekauft werden, jedoch auch in der Schlange stehende Erwachsene zu einem Kauf bewegen können.[1] Es handelt sich um eine Sonderform von Impulsware, unter die auch Alkohol und Tabak fallen. Den Einfluss der Kinder auf die Kaufentscheidungen von Eltern durch Quengeln bezeichnet man im Marketing auch als Pester Power. Häufig sind Quengelwaren sogar auf Kinderaugenhöhe angebracht, um kleinere Kinder ganz besonders anzusprechen.[2] Die Kassenzone mit der Quengelware wird auch als Quengelgasse bezeichnet.[3]
Bedeutet also in der Praxis: Die Supermarktbetreiber setzen nicht nur Eltern mit voller Absicht einer regelmäßigen Tortur aus, sondern sorgen auch dafür, dass durch die bewusste Platzierung von Alkohol und Zigaretten Menschen mit entsprechenden Süchten bei jedem Einkauf vor die Entscheidung gestellt werden, rückfällig zu werden. Jeder Einkauf wird damit dann zum Test der Willensstärke und logischerweise gewinnt den nicht jeder. Die Supermarktbetreiber fördern so in voller Absicht Rückfälle.
Jup, Kinder bekommen dadurch auch die gleich die Botschaft mit, dass der süße Alkohol eine Leckerei ist.
Ich denke in diesem Fall geht es auch um Diebstahlsprävention. So ein Flachmann kann schnell verschwinden.
Das ist noch ein Argument, das aus dem Kassenbereich zu verbannen. Zur Diebstahlprävention könnte die Ware auch weniger griffbereit und weniger verführerisch platziert werden.
Das ist es wirklich nicht - das Zeugs ist da, damit es spontan doch noch mitgenommen wird.
Hier in Österreich ist die Situation auch nicht besser: Leute aus anderen Ländern waren schockiert als ich ihnen erzählte, dass man bei uns an Tankstellen Bier, Whiskey und ähnliches bekommt.
Auch Tabak bitte.
Ich bekomme jedes mal an der Supermarktkasse einen Kotzreiz, weil ich da die ganzen Tabakschachteln mit den schönen Gesundheitswarnungen “ertragen” muss… der Shit gehört in spezielle Läden und basta. Alkohol/Tabak/Gras, gebt Leuten die Lizenzen dafür und lasst Läden aufmachen, dann passt das
Hochprozentiges wird hier behandelt wie Schokoriegel
Wo wir dabei sind, eine Zuckersteuer einzuführen, ist das gar nicht so verkehrt.
Und noch schlimmer das wir kollektiv auf Suchtkranke Scheissen.
Vielleicht verbieten wir erstmal Werbung dafür, aber ja gute Idee.
Das gleiche bitte für sämtliche Tabakprodukte.
Hier in Österreich ist es seit jeher so, dass Tabakprodukte nicht in normalen Supermärkten verkauft werden, sondern nur/vor allem in sogenannten “Trafiken” (oder “Tabaktrafiken”). Jedes Mal, wenn ich nach Deutschland reise, bin ich darüber fasziniert, dass man dort Zigaretten in ganz normalen Supermärkten bekommt.
Ich denke nicht, dass das den Tabakkonsum gesenkt hat? Ist nicht Österreich eines der Länder mit dem höchsten Tabakkonsum pro Kopf auf der ganzen Welt?
Ist nicht Österreich eines der Länder mit dem höchsten Tabakkonsum pro Kopf auf der ganzen Welt?
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_nach_Zigarettenkonsum
Offenbar werden mehr Zigaretten pro Kopf konsumiert, während der Anteil an Rauchern geringer ist. Allerdings stammen die Zahlen von 2015/2016.
Ich wäre dem Vorschlag nicht abgeneigt.
Darauf erstmal einen Kurzen!
Wenn air schon dabei sins gleich noch nikotin dahin verbannen under Cannabis dort auch verkaufen.
Wie wäre es mit Schnaps Social Clubs?
Du meinst die anonymen Alkoholiker? /j
Wusste nicht, dass die selber brennen. 🤷
Aber nur wenn es keine Kindergärten und Schulen im 50 km Umkreis gibt
Bin immer dafür Drogen zu regulieren, damit wir Qualität garantieren können.
Leider wird das nur bei bestimmten Drogen so gehabt und der Rest muss sich mit gesundheitsschädlichem Müll rum schlagen
Ne Einschränkung von Alkohol Verkauf auf spezielle Läden finde ich erstmal nicht weiter tragisch, auch wenn ich mir nicht sicher bin, wieviel das bringt
Wenn Alkohol im Supermarktregal neben den Lebensmitteln steht, wird er genauso wie Lebensmittel mit eingepackt und konsumiert. Wenn er nur in lizenzierten Shops verkauft wird ist es eben erstmal unbequemer weil man ihn beim Wocheneinkauf nicht einfach mitnehmen kann, und es etwas ist worauf man leicht verzichten kann.
Im manchen Ländern muss man eben extra in solche bottle shops gehen, mit dreckigem Parkplatz, vergitterten Fenstern und fragwürdigen Kunden. Man fühlt sich dort beim Einkauf als steigt man auf der gesellschaftlichen Leiter nach unten.
Warum nur Schnaps, und nicht auch alle anderen alkoholischen Getränke?
Wütende Söder Geräusche!!!
Der schlechte Witz ist ja, dass Söder gar keinen Alkohol trinkt. Der lässt sich immer nur mit der Maß ablichten.
Halt stopp!
Alles bleibt wie es ist!
Jepp. Mit 2h Öffnungszeiten am Tag
Ich finde es ziemlich nett, sich beim Späti um die Ecke ein Bier zu holen und einen Sparbiergang durchs Viertel zu machen. Kann nachvollziehen wenn man 0 Alkohol trinkt und ich finde den gesellschaftlichen Umgang äußerst schwierig. Solche starken staatlichen Eingriffe zu forden, finde ich aber ein wenig heftig. Abgesehen davon, dass hier dann der Krieg ausbricht, mit dem Bier der Deutschen ist nicht zu spaßen.
Niemand will dir dein Wegbier wegnehmen. Es geht nur darum, dass der Verkauf in dedizierten Geschäften stattfinden soll.
OP hat weiter oben geschrieben, dass er/sie ganz genau das will.
Aber liegt das dedizierte Geschäft auf dem Weg und verkauft mir am späten Abend noch ein Bier?
Liegt zwangsweise auf jedem Heimweg ein Späti? Wenn es sich lohnt ja.
Das ist der erste Schritt. Lass den puritanischen Mist einfach weg. Wenn die Leute keinen Grund haben, sich in die Sucht zu flüchten, werden sie auch einigermaßen verantwortngsvoll mit Alltagsdrogen umgehen.
Das hat nichts mit den Puritanern zu tun. Es ist ein Fakt, dass Alkohol eine schädliche Substanz ist und daher Regulierungen unterliegen sollte. Medikamente gibt es auch nur in der Apotheke und das harte Zeug nur auf Rezept.
Wenn die Leute keinen Grund haben, sich in die Sucht zu flüchten, werden sie auch einigermaßen verantwortngsvoll mit Alltagsdrogen umgehen.
Ja ja, wenn das Wörtchen “Wenn” nicht wär’, wär’ mein Vater Millionär. Und da er es leider nicht ist, ist eine kontrollierte Abgabe die zweitbeste, aber praktikable Lösung.
Ich bin im Übrigen für eine Dekriminalisierung der meisten Drogen. Damit das allerdings praktiable ist, braucht es einen entsprechend professionelen Umgang mit der Materie, also eine Abgabe über Fachgeschäfte, wie eben etwa Apotheken.
Abgabe über Fachgeschäfte, wie eben etwa Apotheken.
Weil die Suchtkranke heilen? Apotheken inklusive Verschreibungspflicht haben die Drogenpandemie in den USA nicht verhindert.
Es könnten auch nur Baumärkte mit Baustoffabteilung den Alkohol verkaufen. Es geht nur darum, das Angebot zu verknappen. Was helfen würde, wäre Alkohol nur an Menschen abzugeben, die eine kostenlose und verfügbare psychologische Betreuung vorweisen können.
Weil die Suchtkranke heilen? Apotheken inklusive Verschreibungspflicht haben die Drogenpandemie in den USA nicht verhindert.
Nein, denn das ist nicht Aufgabe von Apotheken. Apotheken stellen sicher, dass Menschen die korrekten, qualitativ hochwertigen Stoffe bekommen und stehen bei Fragen zur Seite.
Man kann Dinge wie Alkohol besser regulieren. Sofern es denn Sinn ergibt.
Genauso gut könnte man nach deiner Aussage eine bestimmte Pflanze so regulieren das privat Anbau wieder verboten ist und im Laden gekauft werden muss der nur zwei Stunden am Tag offen haben darf.
Ist dann eben arschig. Und es gibt ja nicht grundlos die Regel : “sei kein arschloch”
All das nur um zu sagen das der Vorschlag deinerseits einfach arschig ist und viel zu weit geht. So wird das nichts weil dann zu viele auch nachvollziehbar und berechtigt dagegen sind das zu ändern.
Nee du. Alkohol sollte durchaus als die harte Droge behandelt werden die sie ist, aber so starke Einschränkungen sind auch bei anderen harten Drogen nicht wirklich sinnvoll. Insbesondere, wenn man sie relativ leicht zu Hause herstellen kann (siehe Prohibition in den USA).
deleted by creator
Erklär mir das bitte. Es wird nichts verboten. Alkohol verschwindet nicht vom Markt. Ich muss lediglich die bewusste Entscheidung treffen, jetzt zum Einkaufen in einen anderen Laden zu gehen. Spontankäufe werden weniger. Menschen müssen ihre Gewohnheiten ändern und stellen vielleicht fest, dass sie doch mehr Alkohol getrunken haben, als ihnen bewusst war. In Ländern mit solchen Modellen ist das Thema Alkoholschwarzmarkt nicht existent, weil der Alkoholverkauf und Konsum nicht kriminalisiert werden.
Hast recht, war Blödsinn.
Stark. Würde lange nicht jeder zugeben.
Schade, dass Du Deinen Ursprungskommentar gelöscht hast. Jetzt kann ich gar nichts daraus lernen, worüber ihr diskutiert habt.
Meh, ich bezweifle, dass das viel bringt.
Also gerne Werbung strenger regulieren oder ganz verbieten, das begleitete Trinken abschaffen, Aufklärungskampagnen, noch höhere Steuern auf Alkopops.
Aber getrennte Liquor Stores gibt’s ja auch in den USA.
Im Vergleich liegen wir da im Alkoholkonsum recht nah beieinander.
Bei “heavy drinking sessions” und Alkoholismus liegen sie sogar vor uns.Der Kernpunkt ist eben nicht, dass die Leute gar nicht an Alkohol kommen. Es ist natürlich für jeden überhaupt kein Problem, einfach nochmal in den Schnapsladen zu gehen und sich Schnaps zu kaufen. Es geht darum, dass man trockene Alkoholiker nicht ständig in Versuchung führt, weil an jeder Supermarktkasse Schnaps steht. Und die könnten die Schnapsläden dann einfach ignorieren und nicht betreten.
Ist mir schon klar.
Kann man gerne wollen. V.a. die Schnäpschen an der Kasse können gerne weg.
Aber die Frage ist halt, ob es im Großen und Ganzen auch wirklich was bringt und das sehe ich nicht.Wenn die Getränke- und Supermärkte jetzt ne Rigipswand zwischen Schnapps und Rest einziehen wird das mMn den Alkoholismus nicht wesentlich senken. Mal abgesehen davon, dass man von Bier und Wein auch abhängig werden kann. Und die Einstiegsschwelle für angehende (Jung-)Alkoholiker liegt hier eh niedriger.
Da muss man aber etwas vorsichtig sein: getrennte Liquor Stores gibt es nicht in allen Bundesstaaten. In manchen bekommt man Schnaps auch im regulären Supermarkt. Es gibt auch Steuern und Mindestpreise, die evtl. Einfluss auf den Konsum haben. Umgekehrt gibt es Dry Counties, wo man überhaupt nichts bekommt. Paradoxerweise liegt die Destille von, glaube ich, Jack Daniels in genau so einem.
Na dann schauen wir halt nach Finnland, wo es landesweit gilt und sehen auch da keine signifikanten Unterschiede.
Also nicht, dass man gar nichts tun sollte aber von allen möglichen Maßnahmen halte ich getrennte Läden eher für wirkungslose Symbolpolitik.
Ehrlich gesagt bin ich absolut kein Freund von weiteren Restriktionen (auch wenn sie faktisch vernünftig wären) - das lässt den Druck im Kessel nur noch weiter steigen.
Ja, Alkohol ist ungesund, ja wir saufen als Gesellschaft zu viel - alles korrekt. Aber andererseits kann man auch nicht alles was zwar faktisch schädlich ist - vor alle nicht wenn es seit Ewigkeiten in der Kultur verwurzelt ist - weiter regulieren ohne große Teile der Bevölkerung gegen sich aufzubringen. Mehr Aufklärung, mehr Kampagnen gegen übermäßigen Alkoholkonsum - gerne, aber ein Modell mit Lizenzgeschäften aufzubauen fände ich persönlich kontraproduktiv.
Die Ärzte freuen sich schon auf das Geschäft, das sie machen, wenn reihenweise Leute zu ihnen kommen, die sich mit Schwarzgebranntem blind gesoffen haben.
Klar, weil man damit auch zum Arzt geht und der dann daran reich wird
In anderen Ländern funktioniert das mit den Monopolgeschäften übrigens. Ich persönlich wäre auch für ein solches Modell, allein schon, um Supermärkte, in die man ja rein muss, frei von hochprozentigem zu halten. Erstens normalisiert das und zweitens verlockt es wahrscheinlich welche, die dem Zeug eigentlich aus dem Weg gehen wollen.
Die Hürde in einen anderen Laden zu gehen ist viel niedriger, als Schnaps zu brennen.
Man kriegt mit selber Brennen gar nicht genug Methanol zustande, selbst wenn man sich total blöd anstellt.
In Ländern wo man schwer an Alkohol ran kommt, kriegt man recht billig Methanol und wieso stundenlang rumdestillieren (no pun intended), wenn mans mit Methanol strecken kann.
“Begleitendes Trinken” kannte ich nicht. Was zur Hölle?? Reicht es nicht das Deutsche für ihr Auto über Leichen gehen?
Ich bin wirklich baff…
Ganz ehrlich: So verkehrt ist die Idee nicht. Dann “lernen” Jugendliche Alkohol im Kreis der Familie kennen. Irgendwie mal auf einer Familienfeier. Und eben nicht so wie es dann in den USA passiert mit 21 irgendwann, wenn die Kids auf der Uni sind auf irgendwelchen Parties in der Öffentlichkeit.
Finds das such ganz gut, aber irgendwie kommt mir 14 dafür immer etwas jung vor. Ich glaube das könnte man auch auf 16 erhöhen und dann halt nicht ab 18 alles oder so
Und Alkohol bleibt weiter völlig normalisiert. Von dem wesentlich schädlicheren Einwirken auf einen heranwachsenden Jugendlichen ganz zu schweigen.
Aber beim Thema Alkohol wird sich in Deutschland in dem Bezug auch mit Sicherheit nichts ändern.
Aber für einen Außenstehenden wirkt das schon etwas krank. Erinnert mich an Zeiten in denen mit Kindern im Auto rauchen völlig normal war.











