Bisher hatten Betriebsärztinnen und -ärzte keinen automatischen Zugriff auf die ePA. Das könnte sich bald ändern. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) plant mit dem Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG), das Einwilligungserfordernis für Betriebsärztinnen und -ärzte zu streichen. Künftig sollen sie auf die gesamte ePA zugreifen dürfen. Auch psychiatrische Befunde, Psychotherapieberichte oder Entlassbriefe aus Kliniken wären dann einsehbar.
Konkret steht im Referentenentwurf: „Das Einwilligungserfordernis für den Zugriff auf die ePA durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst und die Betriebsärzte wird gestrichen.“ Stattdessen gilt künftig das sogenannte Opt-out-Prinzip. Betriebsärztinnen und -ärzte erhalten demnach einen grundsätzlichen Zugriff im Rahmen eines Behandlungskontextes, „soweit der Versicherte dem Zugriff durch den Zugriffsberechtigten nicht widerspricht“. Das bedeutet: Wer schweigt, stimmt zu.
Ich hatte meine aus Sicherheitsbedenken nicht anlegen lassen. Stellt sich raus, die Bedenken waren noch das kleinste Übel.
Ich verstehe auch nicht warum viele da nicht widersprochen haben. Das war ein kleiner Mausklick nebenbei.
Der Aufwand variierte je nach Kasse (AOK, TK) noch sehr, als ich das zuletzt gemacht habe.
Bei der TK habe ich einen formlosen Brief versandt. Das hat ausgereicht.
Ich dachte, es wäre nichts dabei…
TL; DR: Betriebsärzte (=vom AG bestellte Ärzte) bekommen Vollzugriff auf die Krankenhistorie ihrer Mitarbeiter. Feigenblatt Schweigepflicht hin oder her: Interessenkonflikte und Fehlanreize sind vorprogrammiert.
Diese Regierung kriegt “digital” und “vertraulich” einfach nicht hin. Man kann ihr nur soweit trauen, wie man ihre Vertreter werfen kann.
Diese Regierung kriegt “digital” und “vertraulich” einfach nicht hin.
Und währenddessen hallunieren Deutschen immer noch Inkompetenz und Dummheit ihrer Regierung, statt endlich zu akzeptieren, dass die wissen, was sie tun und eben einfach nicht für uns arbeiten.
Keine Konsequenzen und sogar immer brav selbstständig Ausreden für sie erfinden, ist eben auch ein massiver Fehlanreiz.
Und genau deshalb schickt man seiner Krankenkasse einen ePA-Widerspruch.
Ja, fühle mich leider bestätigt dabei es gemacht zu haben.
Wollen wir wetten wann es verpflichtend wird? Ich sage 2030 ist es Pflicht.
Sobald FaschoLight zu FaschoExtra geupgraded wird (Das Zentrum durch die NSfD ersetzt wird)
Glaub ich nicht. Die überwiegende Mehrheit scheint es nicht zu stören und wenn man sich mit Schweden unterhält wo es eine noch deutlich offenere elektronische Patientienakte schon seit Jahren gibt, dann finden die das überwiegend toll.
Ich denke ehr das wenn man keine hat das das dann indirekt als Eingeständnis gewertet werden wird das man etwas zu verbergen hat (psychische Krankheit oder Drogenkonsum), und dann so eine Art Zwang draus wird.
Leider sind Datenschutzbedenken eine absolute Minderheitsmeinung.
Es gibt kryptographische Methoden, mit denen man sicherstellen kann, dass nur Einsicht erhält, wem man Einsicht gibt - das gäbe dem Patienten die tatsächliche Hoheit über seine Daten. Stattdessen lagern die EPAs zentral und jeder, dem die Verwaltung Zugriffsrechte erteilt, darf drauf.
Man muss also dem System und der Verwaltung vertrauen und nicht der Mathematik. Und das System zeigt gerade, wie resilient es auf marodierende Referenten reagiert oder eben nicht. Ich warte erstmal ab, bevor ich mir ne EPA anlegen lasse.
Es gibt kryptographische Methoden, mit denen man sicherstellen kann, dass nur Einsicht erhält, wem man Einsicht gibt
Das ergibt aber nur Sinn, wenn es bei der elektronischen Akte darum ginge, die Informationen besser, sinnvoller und digital zu sammeln. Da das Ziel aber im Schwerpunkt das Verscherbeln der Daten an Unternehmen ist, darf sinnvoller Schutz der Daten nicht mitgedacht werden.
Was zum Fick?
Tja, so ist das wenn man eine Regierung hat, die sich vornehmlichst als Steigbügelhalter
der Wirtschaftdes Großkapitalsder amerikanischen Plutokratie versteht.
Bin jedes mal aufs neue wieder froh dem ganzen Kram schon frühzeitig wiederdprochen zu haben.
Über die ePA-App der jeweiligen Krankenkasse können sie den Zugriff einzelner Praxen, Krankenhäuser oder Apotheken sperren, berichtet die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Zudem können Versicherte einzelne Dokumente in der App verbergen. Diese sind dann nur für sie selbst sichtbar. Für Praxen ist aus Datenschutzgründen nicht erkennbar, ob bestimmte Daten verborgen wurden.
Versicherte haben zudem die Möglichkeit, Inhalte der ePA zu beschränken. In der Praxis können sie wiederum der Übertragung von einzelnen Informationen oder Dokumenten widersprechen. Wer der ePA grundsätzlich widersprechen möchte, kann das jederzeit bei seiner Krankenkasse tun. Laut KBV ist diese dann verpflichtet, die Akte inklusive aller Daten zu löschen. Alternativ können Versicherte über Ombudsstellen der Krankenkassen Widersprüche einlegen und Unterstützung erhalten.
Dann muss man nur Zugriff auf die App haben.
Auf meinem Handy zum Beispiel funktioniert die App nicht =•]
Ich wollte es nur kopiert haben für die, die nicht widersprochen haben. Habe mich damit bisher nicht auseinander gesetzt (shame) aber ich habe ein altes Tablet was ich nur im WLAN für solche Sachen mit Google-Zwang und so nutze. Werde es die Tage mal probieren.
Ich verstehe die Aufregung nicht so wirklich. Warum gibt es denn bisher ein opt-in für Betriebsärztys? Das sind doch genauso Ärzte wie andere auch und sie unterliegen genauso der Schweigepflicht.
Für mich sieht es nur so aus, also ob ein seltsamer Spezialfall abgeschafft werden soll.
(ePA ist unsicher und ich empfehle allen zu widersprechen, aber das es ist ein anderes Thema)
Diese Ärzte haben aber dahingehend einen Interessenkonflikt, dass sie je nach Ausgestaltung direkt oder indirekt von den Unternehmen angestellt sind.
Klar, aber diesen Interessenskonflikt gibt schon immer und ich sehe nicht, dass der sich hier relevant verschärft.
Klar, aber diesen Interessenskonflikt gibt schon immer und ich sehe nicht, dass der sich hier relevant verschärft.
Bisher haben die Betriebsärzte schlicht keinem Zugriff auf die Daten. Die können dich irgendwas fragen aber solang Du es nicht erzählst, wissen die auch nichts.
Ein Kritikpunkt ist bspw., dass während eines BEM aufgrund kaputtem Rücken der oder die BÄ auch sieht, dass du eine Depression hast. Das kann zu Voreingenommenheit führen.
Die Betriebsärzte sollen ungefragt vollen Zugriff auf deine volle Krankenakte bekommen. Das gab es vorher nicht und das ist für dich “nicht relevant”?
Das sind doch genauso Ärzte wie andere auch und sie unterliegen genauso der Schweigepflicht.
Sie sind angestellt bei deiner Firma, einer Partei, die gerade wenn du nicht ganz gesund bist, andere Interessen hat als Du.
Die ePA Informationen sind für ihre Arbeit auch nicht nötig.
Und schließlich kannst Du weder auf eventuelle Verletzungen der Schweigepflicht überprüfen, noch die sanktionieren, und kontrolliert wird’s auch nicht - das macht es zweifelhaft, ob sich die Beteiligten immer an das Gesetz halten.
Natürlich unterliegen auch Betriebsärzte der Schweigepflicht, auch gegenüber dem Arbeitgeber, ein Verstoß ist ein Antragsdelikt und kann mit einer Geld- oder Haftstrafe geahndet werden, arbeitsrechtliche Konsequenzen bis hin zum Entzug der Approbation wären möglich.
Unabhängig davon ist die ePA zu kritisieren.
ein Verstoß ist ein Antragsdelikt
Wie erfährst Du von einem Verstoß?










