Ein Häufchen des Staubes aus dem Bohrloch auf einem Tisch.

Ich habe bei mir gebohrt und weiß nicht, woraus die Wand ist. Eigentlich hätte ich hier Trockenbau erwartet, aber es scheint doch eine tragende Wand zu sein?

Das Haus ist ein niedriges Mehrfamilienhaus im Großraum Berlin, original aus den 20er/30ern, aber innen saniert.

Beim Bohren mit Akkubohrer bin ich unabhängig vom Bohrkopf nicht weit gekommen. Der Bohrhammer ist mit Betonaufsatz aber durch wie Butter. Beton, in den ich bisher gebohrt habe, war aber nie so fein. Der Staub sieht in Person wirklich aus wie feiner, schwarzer Sand und färbt ab wir Graphit. In der Nähe des Lochs sind die Wände glaube ich aus Klinker.

  • A_norny_mousse@piefed.zip
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    6 days ago

    Bohren in sanierten Vorkriegsbauten, immer ein Abenteuer. Vor allem wenn sie direkt nach dem Krieg saniert wurden.

  • ladicius@lemmy.world
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    6 days ago

    Tiefgrund in nicht zu knapper Menge in das Bohrloch einspritzen, den Überschuss mit einem Tuch aufnehmen, Dübel rein kloppen, Schraube rein, halbe Stunde anziehen lassen vor Belastung.

    Tiefgrund ist Gesteinskleber und bei quasi allen Untergründen Dein einziger Freund. Bohren ohne Tiefgrund ist Bullshit, in allen Gemäuern.

    • MatSeFi@lemmy.liebeleu.de
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      6 days ago

      Könntest du da etwas ins Detail gehen? Hätte jetzt angenommen dass man die Schraube erst rein dreht wenn der Tiefgrund fest ist damit der Dübel was hat wogegen er arbeitet. Warum ist das hier nicht so?

      • ladicius@lemmy.world
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        5 days ago

        Probier aus, wie es für Dich am besten funktioniert. Wenn das Loch so ausfranst, dass der Dübel zu wenig Kontakt hat, dann Streichhölzer rund um den Dübel stecken und mit Tiefgrund nachkleben. Und die nächsten Löcher dann etwas kleiner bohren, klar.

    • kossa@feddit.org
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      6 days ago

      Ah, cool, das ist auch eine Technik, die man mal probieren kann. Ich bohre immer direkt doppelt so groß wie der Dübel, schmier glatt Blitzzement rein, lass das trocknen und bohre dann in richtiger Größe neu in den Zement.

      • ladicius@lemmy.world
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        5 days ago

        Früher© haben die Leute kleine Holzklötze eingegipst (so 4x4 cm) und dann mit Holzschrauben ihre Schränke und Regale befestigt (findet man manchmal noch in Altbauten), also ganz ohne Bohren, sondern einfach Loch in die Wand schlagen/stemmen und dann mit Mörtel etc. arbeiten. Du bist da mit Deiner Technik gar nicht so weit weg 👍

  • B0rax@feddit.org
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    7 days ago

    Nur weil die Wand aus Stein ist, heißt es noch lange nicht, dass es eine tragende Wand ist ;)

    Nimm einen Betonbohrer im normalen akkuschrauber, sollte problemlos gehen.

    • needanke@feddit.orgOP
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      7 days ago

      Fair, hatte ich nur vermutet, weil es die anderen nicht waren und die hier vergleichsweise überraschend solide wirkte.

      Das mit dem Akkuschrauber hat mit Betonbohrer tatsächlich nicht wirklich besser geklappt, als mit Holzbohrer (der Akku hat aber auch etwas geschwächelt, vielleicht wars auch das). Mein Problem war nicht wirklich, da Löcher rein zu bekommen, das ging mit dem Bohrhammer wie gesagt super. Ich war nur neugierig, was das sein könnte, weil das ?Pulver? in einer Wand auf mich irgendwie fehl am Platz wirkt.

      • varyingExpertise@feddit.org
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        6 days ago

        Fair, hatte ich nur vermutet, weil es die anderen nicht waren

        Ergänzung, dass man’s mal gelesen hat: Mein Haus, komplett gemauert, steht quasi auf den äußeren Wänden und dem Treppenhaus. Die Innenwände hatte nach dem Mauern einen schmalen Spalt bis zu den Fertigbetonelementen der Decke, das wurde später verputzt, fertig. Der Dachstuhl liegt komplett auf den Pfetten außen und auf dem Treppenhaus via Stahlstützen in den Wänden. Die Wände im Dachgeschoss stehen auch völlig frei in der Landschaft und enden oben in der Steinwolle (weshalb ich auch alle Steckdosen richtig dicht einsetzen musste, sonst zieht das Kondenswasser durch die hohlen Steine bis hoch in die Steinwolle, wird ja alles geklebt heute, nicht mit so dicken Mörtellagen gesetzt).

        War mir völlig neu, dass man das so machen kann. Ich frag mich seitdem, wie ich ohne Baupläne und ohne eben den Rohbau miterlebt zu haben rausfinden würde, welche Wand denn nun trägt. Keine Ahnung.

  • Schnabeltierplaisir@feddit.org
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    6 days ago

    Eventuell ist die Wand einfach nur sehr dick verputzt worden. In der damaligen Wohung meiner Schwester waren es stellenweise fünf bis sechs Zentimeter, bis ich das Mauerwerk getroffen hatte… Könnte sich aber auch um ne Wand aus Bims handeln. Die hat man schonmal als innenliegende Wand zu Badezimmern.

  • poVoq@slrpnk.net
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    6 days ago

    Könnte ne merkwürdig dunkele Version von Übeton sein (aufgeschäumte Zementblöcke). Wenn die nicht tragende Wand innen nachträglich eingezogen wurde, wird das oft gerne verwendet, ist aber meist farblich heller.

  • istdaslol@feddit.org
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    7 days ago

    Ich würd mit dem Metalltester/Kabelfinder aus dem Baumarkt mal schauen nicht dass da ein Träger ist.

    • needanke@feddit.orgOP
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      7 days ago

      Das hatte ich vorher gemacht (und jetzt auch noch mal). Der hat da nichts angezeigt ¯\_(ツ)_/¯

  • needanke@feddit.orgOP
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    7 days ago

    Kleiner Nachtrag; an anderer Stelle ging der Akkubohrer mit Holzaufsatz jetzt doch etwas weiter durch <_>.

      • varyingExpertise@feddit.org
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        6 days ago

        Wieso? Bohrer nachschleifen ist doch fix gemacht und kann man zigmal machen bis er zu kurz ist, ein ruinierter Steinbohrer ist ruinuert, da hast du ja nur vorne das kleine Hartmetallplättchen.

        • Pantherina (he)@feddit.org
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          6 days ago

          Ein Holzbohrer ist gehärtet und hat vorne eine Spitze speziell für Holz.

          Metallbohrer sind die normalen ohne alles aber auch gehärtet, die brechen im Schlagmodus gerne ab, sind aber wohl ok für sowas.

          Steinbohrer sind nicht so gehärtet und nicht so scharf und haben das Plättchenvorne drin. Ein kaputter Steinbohrer ist quasi ein stumpfer Metallbohrer

          • varyingExpertise@feddit.org
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            5 days ago

            aber auch gehärtet,

            Ich hasse ja Internetklugscheißerei, aber vielleicht hilft dir die Info weil sie dir mal Arbeit oder Neukauf spart: Bohrer aus HSS sind nicht gehärtet, das Material ist zäh, nicht hart. Wären sie hart, würde die Schnittkante viel zu schnell splittern. (Das kennt man von gesinterten Schneidplättchen, deswegen kann man die auch nicht wirklich handgeführt verwenden weil der Mensch einfach zu ungleichmaßig herumhampelt um sie im Rahmen ihrer maximalen Schnittkräfte zu halten.)

            Jedes Mal wenn du vorne eine neue Spitze dranschleifst hast du wieder die gleichen Eigenschaften wie beim neuen Bohrer, nur halt bissel kürzer - außer, du schleifst halt wie ein Affe und glühst hellorange Bestandteile aus der Legierung, klar. Lach nicht, alles schon gesehen.

            Ein “Holzbohrer” ist erstmal nur ein HSS-Bohrer mit einer Zentrierspitze und einem negativen Irgendwaswinkel, Bezeichnung vergessen. Das kann man auch komplett neu aufbauen, aber es ist fuckeliger und geht nicht einfach mit einem Schleifstein. Ja, den sollte man nicht mit Putz bohren ruinieren, aber wer solche Fragen stellt wie OP, der hat die Holzbohrer auch nur aus dem Aldi-Set, da kann man auch mal neue kaufen wenn man dafür Sonntags das Regal an die Wand bekommt.

            Ein kaputter Steinbohrer ist quasi ein stumpfer Metallbohrer

            Viel zu weich, das ist kein HSS. Hab ich trotzdem mal ausprobiert, aus Spaß, da mal 118° Spitze und Freifläche dranzuschleifen, wirst du nix mit, allein schon wegen der viel steileren Spanwendel - du kriegst damit keinen passenden Spanwinkel hin.

            Was aber geht und ein cooler lifehack ist: Du kannst, indem du an das Hartmetallplättchen vorne eine Schneidengeometrie dranschleifst dir quasi einen Hartmetallbohrer für Arme bauen. Allerdings: Die Plättchen sind eingelötet, damit kannst du eigentlich nur unter Kühlmittel mit bohren, weil dir sonst das Lot schmilzt. Aber, geht.