• trollercoaster@sh.itjust.works
    link
    fedilink
    Deutsch
    arrow-up
    1
    ·
    edit-2
    9 days ago

    Das greift zu viel kurz. Gerade in den Jahrgängen, die mit dem Neoliberalismus mit seiner allumfassenden Kommerzialisierung aller Aspekte des Lebens großgeworden sind, sieht die Mehrheit Vereine nur noch als Dienstleister, die man halt dafür bezahlt, dass sie einen bespaßen. Nicht mehr als Orte, wo man durch gemeinsame ehrenamtliche Arbeit etwas erschafft, das man sich alleine nicht leisten kann.

    Noch bis in die 1980er Jahre war es absolut üblich, dass sich größere Vereine in Eigenleistung ein Vereinsheim gebaut haben, heute tun sich diese Vereine, obwohl sie oft mehrere hundert Mitglieder haben, zunehmend schwer, das damals Aufgebaute auch nur zu erhalten, weil immer weniger Leute bereit sind, in ihrer Freizeit selbst Hand anzulegen. Auch bei Veranstaltungen finden sich immer weniger Leute, die bereit sind, zu helfen, aber zum auf dem Fest saufen, bei dem sich nicht helfen wollen, sind sie alle da.

    • DrunkenPirate@feddit.org
      link
      fedilink
      arrow-up
      1
      arrow-down
      1
      ·
      9 days ago

      Das kann man auch mit der zunehmenden Individualisierung erklären.

      Ich tue mich schwer, da irgendeinen monetären Wert zu sehen.

      • trollercoaster@sh.itjust.works
        link
        fedilink
        Deutsch
        arrow-up
        1
        ·
        8 days ago

        Und die zunehmende “Individualisierung” hat nichts damit zu tun, dass der Neoliberalismus tagtäglich predigt, wie maximaler Egoismus die ultimativ erstrebenswerte Freiheit ist?