Im Sommerinterview forderte Alice Weidel einen Ausstieg aus dem Euro und dem Schengenraum. Vor den Landtagswahlen zeigte sich auch Tino Chrupalla siegessicher.
Allerdings sehe ich es Mittlerweile so, dass das abgleiten in Korruption und Oligarchie ein Kernfeature von repräsentativen Regierungssystemen mit kapitalistischem Wirtschaftssystem ist. Solange Egoismus und Opportunismus systematisch belohnt wird schafft es das Kapital immer nach und nach die Regulierungen auszuhöhlen die den Kapitalismus bändigen sollten… schlichtweg weil diejenigen mit viel Geld noch mehr Geld verdienen wollen und sich qua intrinsischer Logik des Systems den Einfluss kaufen können das auch um zu setzten.
Imho werden wir den Kapitalismus absehbar nicht los, um ihn einzudämmen sollten wir wenigstens mal drüber nachdenken von den auf dauer immer korrupten Repräsentaten weg zu kommen.
/edit: Und die AfD will einen Scheiß ändern. Liest man deren Wahlprogramm ist das der feuchte Traum eines jeden Neoliberalen.
drüber nachdenken von den auf dauer immer korrupten Repräsentaten weg zu kommen.
Also die Oligarchen direkt regieren lassen oder Umstellung auf Basisdemokratie?
feuchte Traum eines jeden Neoliberalen.
Wesswegen die AfD Probleme bekommen wird, wenn all die Übermenschen feststellen, dass sie gar nicht so viel wert sind.
Wenn die Elite die Politik kontrolliert, ist Neoliberalismus aber gar nicht so schlecht, da man dann als Bevölkerung Handlungsspielraum hat, seine sozialen Absicherungen selber zu gestalten. Eine Krankenversicherung kann z.B. auch eine Genossenschaft sein oder Menschen können selber eine umlagenbasierte Rente aufbauen, bei der die Beiträge nicht gedeckelt sind.
Also die Oligarchen direkt regieren lassen oder Umstellung auf Basisdemokratie?
Basisdemokratie. Aber die Meinung ist unpopulär.
Eine Krankenversicherung kann z.B. auch eine Genossenschaft sein oder Menschen können selber eine umlagenbasierte Rente aufbauen, bei der die Beiträge nicht gedeckelt sind.
Alles tolle Ideen…in der Theorie. In der Praxis scheiter das daran, dass sich Kapital im Kapitalismus nunmal naturgegeben akkumuliert. Heißt die Gestaltungsmöglichkeiten der Elite sind viel größer als die des Durchschnittsbürgers. Oder ums konkret an deinem Beispiel fest zu machen:
1. Der Durchschnittsbürger hat nicht genug Geld über um selbst vorzusorgen weil das Kapital alles abzieht (siehe historische Parallele zur frühen Industrialisierung: Die Arbeiten hätten sich sicher genossenschaftlich organisiert wenn sie denn die Mittel gehabt hätten, hatten sie aber nicht…und werden sie nicht haben).
2. Das Kapital kann das politische System so gestalten das selbst deine guten Ideen im Endeffekt nur zu ihrer Bereicherung und der Ausbeutung der Mehrheit dienen. Auch Genossenschaften kann man korumpieren wenn kein Rechtsschutz besteht.
Neoliberalismus impliziert zudem die vergesellschaftung der Verluste und die priavtisierung der Gewinne. In einem solchen System kann die Mehrheit langfristig nicht gewinnen.
Wir entscheiden schon basisdemokratisch unsere Abgeordneten und wählen nicht in unserem Interesse. Wie kann die Masse intelligente Entscheidungen treffen?
Neoliberalismus impliziert zudem die vergesellschaftung der Verluste und die priavtisierung der Gewinne. In einem solchen System kann die Mehrheit langfristig nicht gewinnen.
Ich glaube die Lösung ist die Vermögensteuer. Die Elite kann ihre Prozesse dann beliebig optimieren, am Ende zahlt sie für die Infrastruktur.
Wenn Basisdemokratie funktioniert dann kann sich die Gesellschaft auch so aufstellen, dass sie selber noch etwas abbekommt.
Wir entscheiden schon basisdemokratisch unsere Abgeordneten und wählen nicht in unserem Interesse. Wie kann die Masse intelligente Entscheidungen treffen?
Aus meiner Sicht sprechen mehrere Gründe im aktuellen System dagegen:
Der Wähler wird alle 4 Jahre zu seiner Meinung nach allen Themen auf einmal gefragt. Das schafft wenig Motivation sich zu informieren, viele tun das einmal 2 Wochen vor der Wahl.
Selbst diese Entscheidung wird danach noch von Koalitionsverhandlungen, Korruption und Lobbyismus verwässert. Die tatsächliche Wahlentscheidung, und mit ihr der Aufwand der in ihren qualifizierte Findung geflossen ist, werden so systematisch entwertet.
Dank der Repräsentanten können eigene schlechte Entscheidungen immer auf ,die da oben" abgewälzt werden, es besteht als wenig Motivation für einen Lernprozess da immer ein Sündenbock zur Verfügung steht.
Meiner Meinung nach haben wir repräsentative Systeme aus logistischen Gründen entwickelt, weil Echtzeitkommunikation mit allen Mitgliedern unserer Geselleschaft bis vor 20 Jahren unmöglich schien. Durch das Internet ist diese Möglichkeit nun Realität und der Grund für Einführung von potentiell immer korumpierbaren Repräsentanten (grade in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem) entfällt.
Wenn Basisdemokratie funktioniert dann kann sich die Gesellschaft auch so aufstellen, dass sie selber noch etwas abbekommt.
Stimmt, an dem Punkt sind wir aber (noch) nicht.
Ich glaube die Lösung ist die Vermögensteuer. Die Elite kann ihre Prozesse dann beliebig optimieren, am Ende zahlt sie für die Infrastruktur.
Da stimme ich dir zu. Ich denke nur man wird das als Bedingung für wirtschaftliche Aktivitäten hier formulieren müssen. Sonst sitzen, wie jetzt schon, Kühne & Müller und Co. alle in der Schweiz und erfreuen dort den Kantons-Säckel.
Mag sein, dass du grundsätzlich Recht hast.
Allerdings sehe ich es Mittlerweile so, dass das abgleiten in Korruption und Oligarchie ein Kernfeature von repräsentativen Regierungssystemen mit kapitalistischem Wirtschaftssystem ist. Solange Egoismus und Opportunismus systematisch belohnt wird schafft es das Kapital immer nach und nach die Regulierungen auszuhöhlen die den Kapitalismus bändigen sollten… schlichtweg weil diejenigen mit viel Geld noch mehr Geld verdienen wollen und sich qua intrinsischer Logik des Systems den Einfluss kaufen können das auch um zu setzten.
Imho werden wir den Kapitalismus absehbar nicht los, um ihn einzudämmen sollten wir wenigstens mal drüber nachdenken von den auf dauer immer korrupten Repräsentaten weg zu kommen.
/edit: Und die AfD will einen Scheiß ändern. Liest man deren Wahlprogramm ist das der feuchte Traum eines jeden Neoliberalen.
Also die Oligarchen direkt regieren lassen oder Umstellung auf Basisdemokratie?
Wesswegen die AfD Probleme bekommen wird, wenn all die Übermenschen feststellen, dass sie gar nicht so viel wert sind.
Wenn die Elite die Politik kontrolliert, ist Neoliberalismus aber gar nicht so schlecht, da man dann als Bevölkerung Handlungsspielraum hat, seine sozialen Absicherungen selber zu gestalten. Eine Krankenversicherung kann z.B. auch eine Genossenschaft sein oder Menschen können selber eine umlagenbasierte Rente aufbauen, bei der die Beiträge nicht gedeckelt sind.
Basisdemokratie. Aber die Meinung ist unpopulär.
Alles tolle Ideen…in der Theorie. In der Praxis scheiter das daran, dass sich Kapital im Kapitalismus nunmal naturgegeben akkumuliert. Heißt die Gestaltungsmöglichkeiten der Elite sind viel größer als die des Durchschnittsbürgers. Oder ums konkret an deinem Beispiel fest zu machen:
1. Der Durchschnittsbürger hat nicht genug Geld über um selbst vorzusorgen weil das Kapital alles abzieht (siehe historische Parallele zur frühen Industrialisierung: Die Arbeiten hätten sich sicher genossenschaftlich organisiert wenn sie denn die Mittel gehabt hätten, hatten sie aber nicht…und werden sie nicht haben).
2. Das Kapital kann das politische System so gestalten das selbst deine guten Ideen im Endeffekt nur zu ihrer Bereicherung und der Ausbeutung der Mehrheit dienen. Auch Genossenschaften kann man korumpieren wenn kein Rechtsschutz besteht.
Neoliberalismus impliziert zudem die vergesellschaftung der Verluste und die priavtisierung der Gewinne. In einem solchen System kann die Mehrheit langfristig nicht gewinnen.
Wir entscheiden schon basisdemokratisch unsere Abgeordneten und wählen nicht in unserem Interesse. Wie kann die Masse intelligente Entscheidungen treffen?
Ich glaube die Lösung ist die Vermögensteuer. Die Elite kann ihre Prozesse dann beliebig optimieren, am Ende zahlt sie für die Infrastruktur.
Wenn Basisdemokratie funktioniert dann kann sich die Gesellschaft auch so aufstellen, dass sie selber noch etwas abbekommt.
Aus meiner Sicht sprechen mehrere Gründe im aktuellen System dagegen:
Meiner Meinung nach haben wir repräsentative Systeme aus logistischen Gründen entwickelt, weil Echtzeitkommunikation mit allen Mitgliedern unserer Geselleschaft bis vor 20 Jahren unmöglich schien. Durch das Internet ist diese Möglichkeit nun Realität und der Grund für Einführung von potentiell immer korumpierbaren Repräsentanten (grade in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem) entfällt.
Stimmt, an dem Punkt sind wir aber (noch) nicht.
Da stimme ich dir zu. Ich denke nur man wird das als Bedingung für wirtschaftliche Aktivitäten hier formulieren müssen. Sonst sitzen, wie jetzt schon, Kühne & Müller und Co. alle in der Schweiz und erfreuen dort den Kantons-Säckel.