• MutualInformation@lemmy.world
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    3 days ago

    81 Prozent hört sich nach sehr viel an. Wenn der Prozentsatz stimmt und ohne dass bewusst eine Stichprobe gewählt wurde, könnten Personen vielleicht im Affekt ihre Aussage getroffen haben, denkt man daran, dass es andere Menschen gibt (Superreiche), die viel mehr haben und man selbst in Relation dazu, wenig. Die Vergleichsgruppe ist wichtig.

    Die Karten nach einer Umverteilung neu zu mischen würde dazu führen, dass mit der Zeit wieder Personen reicher werden als andere, Kapitalakkumulation verläuft nicht linear. Der Grund für Verteilungsunterschiede besteht darin, dass Fähigkeiten, Chancen und Risken, Konsum und Arbeitseinsatz zwischen Personen ungleich verteilt sind. Den Reicheren zu viel wegzunehmen könnte zu einer Demotivation führen und weniger zu Leistungsbereitschaft. Reichere könnten einen großen Teil ihres (liquiden) Kapitals abziehen und ihren Wohnsitz wechseln. In jüngerer Geschichte war in Bezug auf Ernährungssicherheit ungünstig, Großbauern zu enteignen. Die vielen kleinen Bauern, denen das Land gegeben wurde, kamen oft nicht an den Output des Großbauern heran.

    Als Alternative für einen besseren Gini-Koeffizienten Arbeitseinsatz zu reduzieren oder Talente nicht zu fördern, dürfte nicht vorteilhaft sein.

  • fisch@lemmy.world
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    6 days ago

    Ich will keine Umverteilung. Ich will nicht Geld von den Vermögenden nehmen und es den Armen geben. Ich will Geld von den Vermögenden nehmen und es in unsere Gesellschaft investieren. In Schulen, Schwimmbäder, Strände, Schienen, Parks, Kultur, ÖPNV, Bahnhöfe, Müllentsorgung usw. In Dinge, die für alle sichtbar sind und uns das Gefühl geben, in einer wohlhabenden Gesellschaft zu leben. Dinge, die jeder nutzen kann.

      • 🦄🦄🦄@feddit.org
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        10 days ago

        Tritt halt in die Partei ein und arbeite dran, das zu ändern. Dafür sind die Basisdemokratisch.

        Edit: Und außerdem - Wenn wir hier nicht schleunigst das Leben der Bevölkerung verbessern, dann brauchen wir uns bald keine Sorgen mehr um Linke Außenpolitik machen, weil wir dann Putins Stellvertreter:innen als regierende Partei haben. Diese dringend notwendigen Verbesserungen werden halt von keiner anderen Partei als der Linken kommen.

        • trollercoaster@sh.itjust.works
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          10 days ago

          Für das kleinere Übel bin ich zu alt. Ich hab die Schröder-Ära miterlebt. Damals dachte man, die SPD und die Grünen wären das kleinere Übel. Deshalb haben wir jetzt Hartz 4 und einen gigantischen Niedriglohnsektor.

        • trollercoaster@sh.itjust.works
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          10 days ago

          Nein, weil die uns mittel- bis langfristig von einem amerikanischen Vasallen zu einem russischen Vasallen machen. Welche Art von Kleptokraten uns ausbeuten, ist scheißegal. Aber immerhin fällt man aktuell nicht aus dem Fenster, wenn man einen bösen Witz über einen mächtigen Politiker macht.

    • DrunkenPirate@feddit.org
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      10 days ago

      Das Problem bei den Linken ist, dass „Reiche“ bei denen ab Gutverdiener losgeht. Also so ab 70.000€ brutto im Jahr.

      Edit: Siehe zB die Ideen der Linken zur Finanzierung der kaputten Krankenkasse, Pflegekasse und Rentenkasse.

      • SapphireSphinx@feddit.orgOP
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        10 days ago

        Edit: Siehe zB die Ideen der Linken zur Finanzierung der kaputten Krankenkasse, Pflegekasse und Rentenkasse

        Bei der Krankenkasse ist mir bekannt:

        Das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Versicherung wird abgeschafft. Die private Krankenversicherung wird auf medizinisch nicht notwendige Zusatzversicherungen beschränkt.

        Alle zahlen entsprechend ihrem gesamten Einkommen aus Löhnen, Honoraren sowie Miet-, Pacht- und Kapitalerträgen in die Solidarische Gesundheits- und Pflegeversicherung ein. Alle den gleichen Prozentsatz. Die Beitragsbemessungsgrenze wird abgeschafft. So sinken die Beiträge für alle mit weniger als 6.200 EUR Bruttoeinkommen (im Monat).

        https://www.die-linke.de/themen/pflege-und-gesundheit/

        Das kann sein, dass das dazu führt das Wohlhabende mit überdurchschnittlichem Einkommen belastet werden aber genau das ist ja auch das Ziel. Und ja, an die ganz großen Vermögen und die Erträge muss man auch ran aber das wird halt nicht reichen.

        Die Mehrheit hat was davon. Die Top 5% sind nicht die Mehrheit. Sie haben nur eine laute Lobby.

        • DrunkenPirate@feddit.org
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          10 days ago

          Die Mehrheit hat was davon. Die Top 5% sind nicht die Mehrheit. Sie haben nur eine laute Lobby.

          Bitte mal mit Fakten kommen und nicht mit gefühltem Wissen. Hier kannst du dir anschauen, wie viele Leute Gutverdiener sind und wie viele Spitzenverdiener sind. Und du siehst auch wie viel Prozent die von gesamten Steueraufkommen zahlen. Spoiler: Alle drei Punkte mehr als du denkst

          https://www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Steuern/Lohnsteuer-Einkommensteuer/Tabellen/gde.html

          Was ich grundsätzlich an diesen Programmpunkten scheisse finde ist folgendes:

          • Fixierung aufs Bruttoeinkommen. Was ist mit den Beamten? Die verdienen Unsummen, aber Netto
          • Fixierung aufs Einkommen, nicht aufs Vermögen. Dadurch wird das bestehende Kastensystem „Prekäre“, „Arbeitende“ und „Besitzende“ zementiert. Nie und nimmer wird ein Arbeitender zum Besitzenden. Die bleiben unter sich, weil die gläserne Decke wegen der Steuerschröpfung nicht durchbrochen wird.
          • Entwertung von Lohnarbeit. Wer mehr arbeitet und in seinem Leben etwas erreichen und aufbauen will, wird demotiviert. Da ist klar eine Tendenz nach Unten. Warum 5 Tage arbeiten, wenn ich nur 100€ mehr netto habe als bei einer 4-Tage-Woche (Zitat von nem Kumpel). Ich überlege auch gerade auf Halbtags zu gehen. Als Gutverdiener reicht auch 2/3 vom Gehalt bei normaler Lebensführung.
          • Aufwertung von Schwarzarbeit.

          Soziale Härten abfedern finde ich gut und wichtig. Eine Hängemattengesellschaft in der der Staat sich um alles kümmert, sehe ich als Schreckgespenst. So einen Staat hatten wir mal im Osten und da wurde sich dann auch um die Gedanken gekümmert.

          Der Weg ist meiner Meinung nach nicht, den Arbeitenden, die sich was aufgebaut und erreicht haben, etwas wegzunehmen. Der Weg ist den Besitzenden etwas wegzunehmen und viele unnötige Privilegien zu stutzen.

            • 🦄🦄🦄@feddit.org
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              10 days ago

              Ja keine, aber die wollen wenigsten auch nicht gendern!! 😡😡😡

              Edit: Sag ich ja xD

              • trollercoaster@sh.itjust.works
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                10 days ago

                Lass den Schwachsinn weg, das braucht echt kein Schwein. Leute wie Du sind mit ein Grund, warum selbsternannte Linke in der Arbeiterklasse keinen Anklang finden.

          • brainwashed@feddit.org
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            10 days ago

            Genau das. Jeder Handwerksmeister braucht doch, wenn er mit der Rentenkasse nichts am Hut hat, easy 2 Mio. liquide für seinen vielleicht 30 jährigen Ruhestand, alleine um Krankenkasse, wohnen etc. im Alter zahlen zu können. Die PdL macht hier mehr Abgaben für alle Facharbeiter ab 75 k Jahreseinkommen – das hat mit Superreichen nichts zu tun.

        • brainwashed@feddit.org
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          10 days ago

          So sinken die Beiträge für alle mit weniger als 6.200 EUR Bruttoeinkommen (im Monat).

          Also steigen die Abgaben für jeden Facharbeiter in Vollzeit mit über 75 k im Jahr. Sorry, kein Wunder dass die so niemand wählt. Das hat auch mit obersten 5% genau nichts zu tun.

        • DrunkenPirate@feddit.org
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          10 days ago

          Ist genau 18.000€ mehr. Also 1.500€ brutto pro Monat, also 750€ netto. Was für Unsummen. Da kann man doch noch was abzweigen.

          Kennst du das schon? Du bekommst eine lang erwartete Gehaltserhöhung und freust dich über den Batzen mehr. Dann schaust du aufs Konto und merkst es sind nur 50€ mehr im Monat.

          • 5ibelius9insterberg@feddit.org
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            10 days ago

            Ab 2.800 Netto gehört man zu den oberen 25% der Einkommen. Ja. Da kann man was abzweigen. Man sollte bei den oberen 10%, 5%, 1% mehr abzweigen. Aber 70.000 ist schon ein hohes Jahreseinkommen.

            Über die 750€ netto würden sich viele Azubis freuen.

      • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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        10 days ago

        Das Problem bei den Linken ist, dass „Reiche“ bei denen ab Gutverdiener losgeht. Also so ab 70.000€ brutto im Jahr.

        Wie kommst du denn darauf?

        • brainwashed@feddit.org
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          10 days ago

          naja, dass sie weniger Abgaben für alle bis 75.000 € im Jahr anvisieren, zeigt ja, dass sie meint, dass die darüber locker mehr abgeben können

      • SkavarSharraddas@gehirneimer.de
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        10 days ago

        Sehe ich jetzt weniger als ein Problem. Zum einen kann man den Parteien sagen was man will dass die ihr Wahlprogramm an den Wählerwillen anpassen. Zum anderen wird sie kaum alleine regieren, und dann geht man mit höheren Forderungen in Verhandlungen und einigt sich auf einen Kompromiss (wobei Leute heutzutage anscheinend kaum mehr verstehen was ein Kompromiss ist oder willig sind einen einzugehen).

        • DrunkenPirate@feddit.org
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          10 days ago

          Du kannst das Geldproblem doch nicht immer nur mit mehr Einnahmen lösen. Genau wie die SPD: Steuern rauf. Das geht doch nicht bis ins Unendliche. Wie wäre es mal mit den Ausgaben? Da wird so viel Geld unnütz verpulvert, weil Ist-ja-nicht-mein-Geld-und-keiner-kontrolliert-und-ist-haftbar

  • Lemmchen@feddit.org
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    10 days ago

    Etwa 50% der Wahlberechtigten hier wählen asoziale Arschlöcher. Finde des Fehler.

    • B0rax@feddit.org
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      10 days ago

      Die meisten Leute kennen auch die Wahlprogramme nicht und beschäftigen sich auch nicht sonderlich mit Politik. Da ist die Informationsquelle der Stammtisch oder die Bild.

  • Ooops@feddit.org
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    10 days ago

    Welche angeblichen Warnsignale ignoriert die Politik denn? Die Antwort der Wähler auf ungerechte Verteilung ist doch, mehrheitlich Parteien zu wählen, die entweder die existierende Umverteilung nach oben unterstützen oder sie sogar noch steigern wollen. Also machen die aus ihrer Sicht doch alles richtig.

    • Diplomjodler@lemmy.world
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      10 days ago

      Aber wenn wir den armen Leuten mehr Geld geben, könnten ja auch die dunkelhäutigen was abkriegen. Dann doch lieber alles den Milliardären geben.

      • Ooops@feddit.org
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        10 days ago

        Ja, sowas könnte tatsächlich aus dem Mund manch verwirrten Wählers stammen.

        Aber letztendlich ist es halt nur eine dreiste Lüge. Es geht einzig und allein darum, dass ganze Geld zu den paar reichen Freunden zu schaffen, die sich mit Spenden und späteren Posten revanchieren. Der zweite Teil ist nur Ablenkung für die dummen Rassisten unter den Wählern, die darauf ansprechen.

  • gusgalarnyk@lemmy.world
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    10 days ago

    I love reading that we’re in favor of a wealth tax. I love that were in favor of paying into the pension system and broader reform.

    We as a country should prioritize eliminating millionaires over 20+ million (id even prefer lower) and making housing not an investment. The following effects will be universally beneficial and will maintain Germany’s quality society and reverse any decline.

    Cheaper higher quality housing, more infrastructure, less corrupt political systems, and a better standard of living for everyone. We must only remove conservatives from power, or centralists in general, and work to progress society to a better future together before we allow conservatives to duplicate what is being done in America and what has happened in Europe in the past.

  • plyth@feddit.org
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    9 days ago

    Es ist eine bequeme Forderung, im Grunde von jedem mit ja zu beantworten, der kein Topverdiener ist

    Weltweit gehört fast jeder in Deutschland zu den Topverdienern. https://de.wikipedia.org/wiki/Bruttonationaleinkommenkategorisierung_(Weltbank)

    Wenn es darum geht, globale Gerechtigkeit zu schaffen und dafür zu verzichten, werden dann auch 81% die Verteilung als ungerecht ansehen?

    Bitte liess auch meine Antwort auf SapphireSphinxs Kommentar. Das globale Lohngefälle erlaubt Outsourcing und ist damit die Quelle der Verteilungsschere. Vermögensteuer ist natürlich trotzdem angebracht.

    • SapphireSphinx@feddit.orgOP
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      9 days ago

      werden dann auch 81% die Verteilung als ungerecht ansehen?

      What about… Die Frage ist in diesem Kontext komplett irrelevant weil es nicht um den Weltfrieden geht sondern ganz handfest um die Wohlstandsverteilung in Deutschland.

      • plyth@feddit.org
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        9 days ago

        Der Witz ist, dass das globale Lohngefälle genutzt wird, um hier in Deutschland die Löhne zu senken, indem man z.B. mit Outsourcing droht.

        Wenn die Europäer konsequent mit ihren Löhnen die Entwicklung der dritten Welt finanziert hätten und es weltweit ein Lohnniveau gäbe, würde der Gewinn der Betriebe deutlich kleiner sein und es gäbe dann auch in Deutschland keine extreme Wohlstandsverteilung.

        Wenn man sich bewusst macht, dass wir immer noch überproportional viel verdienen, dann sieht man, dass wir durch Konsumverzicht das Kapital hätten, um durch weltweite Investitionen für unsere Lohngerechtigkeit zu sorgen.

        • Aniki@feddit.org
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          9 days ago

          Wenn man sich bewusst macht, dass wir immer noch überproportional viel verdienen, dann sieht man, dass wir durch Konsumverzicht das Kapital hätten, um durch weltweite Investitionen für unsere Lohngerechtigkeit zu sorgen.

          Nein, also ich denke da steckt der falsche Gedanke drin dass schlussendlich aller Wohlstand durch unsere Arbeit entsteht. Derweil ist Automatisierung ein Leistungsfähiges System das das gegenteil beweist. Daher würde ich sagen: Umverteilung braucht es am Ende des Kapitalismus sowieso, die Frage ist nur wie lang der Weg dahin ist.

          • plyth@feddit.org
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            9 days ago

            Derweil ist Automatisierung ein Leistungsfähiges System

            … das durch Wettbewerb an Wert verlieren kann. Bauern sind viel produktiver geworden, aber nicht reicher.

            Der Trick der Milliardäre ist, dass sie Arbeiter in einen Wettbewerb zwingen. Wenn man das Spiel umdreht und die Milliardäre für begrenzte Arbeitskraft bieten lässt, dann wandern die Profite von den Milliardären zu den Arbeitern. Dafür müssen die Arbeiter international wie in einer Gewerkschaft zusammenhalten.

            Dazu sind sie nicht bereit, also unterbieten sie sich, und haben so auch kein Geld, den Politikern mehr zu bezahlen, um das Recht zum eigenen Vorteil nutzen zu können.

            • Aniki@feddit.org
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              9 days ago

              … das durch Wettbewerb an Wert verlieren kann. Bauern sind viel produktiver geworden, aber nicht reicher.

              Hmm ja hier zeigst du, dass du doch mehr Verstand von Wirtschaft hast, als ich dir zuerst zugetraut hätte. Denn es ist tatsächlich so, dass am Markt immer die Dinge besonders profitabel sind, von denen am meisten Mangel besteht. So sind z.B. sehr gewinnreiche Großunternehmen auch allein deshalb profitabel, weil diese Art von Unternehmen eben wachsen müssen, um den globalen Bedarf zu stillen, und daher existiert so etwas wie ein Großindustrieller überhaupt.

              Deswegen war es auch in meinen Augen der fatale Fehler der Sovjetunion, die Großkapitalisten zu vertreiben, sodass die wenigen verbleibenden umso profitabler waren, auf Kosten der Allgemeinheit. Besser wäre es stattdessen gewesen, durch eine Art gemeinnütziger Großindustrie ganz einfach bessere Alternativen zu schaffen. Leider wird so ein System kaum aufgebaut weil die Menschen die gemeinnützig denken eben von Natur aus eher weniger industriell denken … somit gibt es heute leider noch keine gemeinnützige Industrie. Dabei sehe ich genau darin ein sehr interessantes Potential, das es zu entwickeln gilt.

              • plyth@feddit.org
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                edit-2
                9 days ago

                Besser wäre es stattdessen gewesen, durch eine Art gemeinnütziger Großindustrie ganz einfach bessere Alternativen zu schaffen.

                Wie verhinderst du, dass die Industriellen die Resourcen für sich behalten?

                Dabei sehe ich genau darin ein sehr interessantes Potential, das es zu entwickeln gilt.

                Macht China nicht das?

              • plyth@feddit.org
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                8 days ago

                durch eine Art gemeinnütziger Großindustrie ganz einfach bessere Alternativen zu schaffen.

                Mit den Problemen anzufangen war wohl kein guter Einstieg. Das Thema interessiert mich aber, daher versuche ich es noch mal konstruktiv:

                Wie würdest du eine solche Großindustrie aufbauen?

                • Aniki@feddit.org
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                  7 days ago

                  Ich habe deinen anderen Kommentar schon gelesen, und auch gut gefunden, ich muss nur etwas darüber nachdenken bevor ich eine Antwort gebe. Ich will dass meine Kommentare eine gewisse Mindestqualität aufweisen, und das braucht Geduld.

                  Außerdem bin ich gerade unterwegs und am Mobiltelefon zu tippen ist unangenehm.

                • Aniki@feddit.org
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                  7 days ago

                  Also, tut mir leid für die späte Antwort. War den ganzen Tag unterwegs und die letzten 2 tage war höllisch viel los ;-)

                  Jedenfalls, “wenn Arbeit reich machen würde, dann würde dem Esel die Farm gehören”, bedeutet, dass die die den großteil der Arbeit machen am Ende meistens nicht so viel davon selber haben. Das Problem ist mindestens seit der Antike bekannt, daher das Sprichwort.

                  Im Allgemeinen wird in unserer Gesellschaft Besitz bzw. Verfügungsmöglichkeit (“Vermögen”) eher anhand daran zugeteilt, wie sehr man jemandem zutraut, vernünftige Entscheidungen mit diesem Vermögen zu machen. Wenn du es etwa einem Säufer oder Glücksspieler gibst, kannst du erwarten dass die Resourcen nicht sinnvoll genutzt werden. Wenn du es hingegen jemandem der/die halbwegs ruhig und besonnen ist gibst, dann hat die Gesellschaft viel mehr davon. Daher ist die Schulpflicht so ein extrem gesellschaftsprägendes Instrument: Indem man Menschen “vernünftig” macht (zumindest ein bisschen, zumindest versucht man es), kann man ihnen größeren Privatbesitz zutrauen. Ich denke schon, dass man z.B. auch sagen kann, dass die meisten Menschen seit dem Mittelalter/Antike sehr viel an Vermögen dazugewonnen haben, was eben auch daran liegt dass man es ihnen zugestehen kann. Was ich damit sagen will, ist dass Vermögensverteilung eine sehr philosophische Angelegenheit ist, die keineswegs nur durch Raub/Diebstahl/trickreiche Konstrukte usw geprägt wird. Ich denke, es ist nicht so, wie wenn die Reichen einfach “Vermögen auffressen” oder “es anderen wegnehmen”. Vielmehr ist es das Steuerrecht, das gemeinschaftlich beschlossen wird aufgrund philosophischer Hintergedanken. D.h. die Vermögensverteilung wird mehr gemeinschaftlich beschlossen, anstatt dass sie sich durch natürliche reale Umstände ergibt.

                  Ein großer Aspekte sollte daher auf dieser philosophie liegen, wieviel Menschen wirklich bekommen/haben sollten. Diese Frage zu beantworten tut viel mehr, als den nächsten Arbeitskampf / Streik zu führen; ist meine Meinung. Die Frage muss so beantwortet werden dass sie auch für andere nachvollziehbar ist, d.h. einfach nur persönlich der meinung zu sein, Arbeiter sollten mehr bekommen, genügt nicht. Es muss durch und durch begründet sein. Dann, denke ich, beginnt die Geschichte von selbst zu rollen. ;-)

    • Aniki@feddit.org
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      9 days ago

      Hmm ja du sprichst einen interessanten Punkt an … soll die Umverteilung nur innerhalb Deutschlands, d.h. innerhalb des Nationalstaats geschehen, oder international?

      Und wenn nur innerhalb Deutschlands … womit wird das begründet? Fällt das unter “Nationalismus”? Warum bekommen Ausländer weniger?


      Meine Persönliche Meinung dazu ist dass wir die Umverteilung zum einen tatsächlich bei uns selbst zuerst implementieren sollten, denn man muss ja irgendwo beginnen, und dass es unrealistisch ist, dass Geld quer über die Welt gespendet wird, aber dass die Frage rein aus einer philosophischen Perspektive durchaus tiefgründiger ist.

      • plyth@feddit.org
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        ·
        9 days ago

        dass Geld quer über die Welt gespendet wird

        Es geht darum, das Geld zu investieren, also Konkurrenz zu den bestehenden Milliardären aufzubauen. Wenn man das richtig macht vermehrt es sich sogar solange bis weltweite Lohngerechtigkeit besteht und Arbeit wertvoller ist als Kapital.