• JensSpahnpasta@feddit.org
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    1 day ago

    Das wird gegen Jahresende richtig apokalyptisch werden. Der bislang stärkste El Ninjo ist vorhergesagt und das führt zu großflächigen Ernteausfällen in Asien und Afrika. Mit drohendem Hunger für Millionen Menschen. Russland und die Ukraine beschießen gegenseitig ihre Getreideexporte. In Russland wissen wir auch nicht, ob sie überhaupt genug Treibstoff haben, um die Ernte wirklich einzubringen. In den USA herrscht eine gewaltige Dürre und Europa hat auch Dürre und Ernteausfälle. Das wird richtig hässlich werden.

    • GardenGeek
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      1 day ago

      Bei Getreide unf Raps verstehe ich die Panik auch nicht ganz… das war grade reif als die Dürre eingesetzt hat und geerntet wurde. Bei Mais sieht die Sache anders aus. Aber das ist hauptsächlich Vieh futter und/oder Energiepflanze. Beides Verwendungen die wir gesamtgesellschaftlich sowieso in dem aktuellen Ausmaß hinterfragen müssen.

  • Zabjam@feddit.org
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    2 days ago

    War Rukwied nicht einer derer, die die Bauern gegen Habeck aufgestachelt haben als der von der Landwirtschaft mehr Verantwortung für Klimaschutz einforderte?

  • SapphireSphinx@feddit.org
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    3 days ago

    Eine dritte Sofortmaßnahme wäre, die Steuern auf Diesel deutlich zu senken bis mindestens Ende November.

    Ob Sonne brennt, ob Regen fällt: Der Bauer ruft nach Steuergeld.

  • naja@feddit.org
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    3 days ago

    Eine dritte Sofortmaßnahme wäre, die Steuern auf Diesel deutlich zu senken bis mindestens Ende November.

    Absolut! Damit es nächstes Jahr noch härter reinscheppert.

    • macniel@feddit.org
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      23
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      3 days ago

      Der Bauernverband, der nicht die Interessen der Bauern vertritt, kann auch nur bis zu dessen Schuhspitzen vorausschauen.

      • GardenGeek
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        1 day ago

        Der Bauernverband vertritt die Interessen der Agrarindustrie… stachelt aber zur Erreichung seiner Ziele gerne die vielen kleinen Familienbetriebe an wenns mal wieder Autobahnen zu blockieren gilt (nocht verwechseln mit Klimaschützern: Das sind nämlich Terroristen).

    • da_cow (she/her)@feddit.org
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      14
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      3 days ago

      Das Ding ist halt, dass die Realität so aussieht, dass es in der Landwirtschaft bis jetzt faktisch keinen Ersatz für Diesel als Kraftstoff gibt. Es kommen so langsam die ersten Maschinen die elektrisch Betrieben werden auf den Markt, aber diese sind meist kleinere Maschinen die den Hof oftmals nicht groß verlassen.

      Für die größeren Maschinen ist es glaube ich jedoch nur sehr schwer möglich diese überhaupt zu elektrifizieren. Nur mal so als Größenordnung: Ein Claas Arion 640 mit 190PS verbraucht unter Vollast bis an die 40l/h. Diese Vollast heißt in der Regel, dass Arbeiten auf dem Feld erledigt werden. Da diese Arbeiten oftmals in sehr kurze Zeitfenster fallen ist es ganz normal, dass im Sommer der Trecker 8-12h (oder noch länger, wenn bspw. Im Schichtbetrieb gefahren wird, wie es teils der Fall ist) und die Maschine maximal für kurze Pausen, Fahrerwechsel oder zum tanken steht. Entsprechend kann man es sich nicht leisten, dass die Maschine lange Zeit ausfällt, weil der Akku leer ist, aber genauso wenig kann man es sich leisten alle 2h zum Laden oder Akku Wechsel zum Hof zu fahren.

      Es gibt bereits Trecker die mit Methan fahren können (New Holland hat einem), diese haben aber die gleichen Probleme von einem zu kleinen Tank und nur begrenzter Leistung. Zumindest die ersten Versionen hätten unter Vollast (bspw. Beim Gras mähen) nach ca 2-3h wieder tanken müssen, was bei ca 30 Minuten Fahrtstrecke eher ungünstig ist.

      Die genannten Probleme werden natürlich größer, umso größer die Maschine wird. Maschinen wie Maishäcksler, Rübenroder oder Mähdreschwer werden nur in einem relativ kurzen Zeitfenster gebraucht, sind aber enorm teuer, dementsprechend müssen die eigentlich jede Freie Sekunde laufen, sind aber auch gleichzeitig enorm groß und brauchen auch entsprechend viel Energie.

      Man kann jetzt überlegen wie wir die Landwirtschaft am besten irgendwie dazu bekommt vom Diesel nicht mehr abhängig zu sein, aber bis jetzt ist es noch eine Abhängigkeit. Eine Steuerliche Entlastung macht aber keinen Sinn, während Shell und Co jeden Tag Milliarden Scheffeln.

      • Cliff@feddit.org
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        2
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        2 days ago

        Ich denke eine Lösung für die Zukunft könnten viele kleine Maschinen sein, die weitestgehend autonom die Feldbearbeitung machen, anstelle von wenigen sehr großen Traktoren. Diese könnten dann mit Akkus und ggf. auch direkt mit Solarzellen arbeiten.

        • FleetingTit@feddit.org
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          1 day ago

          Schau mal die neue Staffel Clarksons Farm, da wird sowas thematisiert. Bei der Aussaat ist das auch definitiv machbar.

          Spätestens bei der Ernte hast du aber ein so kleines Zeitfenster, in dem immense Flächen abgearbeitet werden müssen, dass Batterieelektrische Geräte da nicht mitkommen.

          Wir nehmen mal eine Motorleistung von 400kw (544PS), die Maschine läuft von 6 Uhr morgens bis 20 Uhr abends unter Vollast. Wenn das jetzt elektrifiziert ist und 100% effizient kommen wir auf einen Strombedarf von 5,6MWh! Selbst wenn du das mit Wechselakkus abdecken möchtest, brauchst du eigentlich eine zusätzliche Arbeitskraft, die den ganzen Tag nur Akkupacks hin und her fährt.

          100kWh Akkus sind mittlerweile bei E-Autos keine Seltenheit mehr, danit kommen die so 500-700km weit. Unser Mähdrescher hat den in 15 Minuten leer!

        • da_cow (she/her)@feddit.org
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          2 days ago

          Das funktioniert auch nur Bedingt. Also es gibt bereits Schwarm Roboter für verschiedenste Anwendungsfälle (häufig wird sowas für Unkrautbekämpfung oder Saat verwendet), aber bei Erntemaschinen wird sowas vermutlich eher nicht (oder halt erstmals noch nicht) passieren. Die Technik die in großen modernen Erntemaschinen (Drescher, Häcksler, sowie Rübenroder) steckt einfach so viel Technik, dass es keinen Sinn macht sowas im kleinem Stil zu bauen. Zudem sind Erntearbeiten halt auch enorm Energieintensiv und geschehen oftmals unter Zeitdruck.

          Bei der Grundbodenbearbeitung (Pflügen, Grubbern), sowie Düngen mit Mist/Gülle ist dies vermutlich ähnlich, weil man einfach relativ viel Kraft und auch ein gewisses Gewicht braucht, damit das überhaupt funktioniert.

  • Hubi@feddit.org
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    14
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    3 days ago

    Die könnten sich ja mal mit ihren Treckern auf irgendwelche Straßen stellen, hat bisher ja immer gut geklappt.

  • A_norny_mousse@piefed.zip
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    3 days ago

    Ich häng mich mal wieder an der Schlagzeile auf.

    teils totalen

    Was soll das? Wenn es um’s Prinzip “Kürzer ist Besser” geht, könnte man diese beiden Wörtchen einfach weglassen weil sie sich fast* gegenseitig aufheben.

    Ich weiss, es ist ein Pet Peeve von mir, aber dennoch: irgendwas scheint global kaputt zu sein bei Schlagzeileneditoren.

    * klar, es könnte auch heissen dass ein Teil des Bauernverbandes totalen Ernteausfall befürchtet, aber das sind Nuancen für den Artikel selbst.

    • marv99@feddit.orgOPM
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      3 days ago

      Ich denke es geht darum, dass der Bauernverband für einen Teil der Arten oder Sorten, die geerntet werden, einen Totalausfall befürchtet.

  • Señor Mono@feddit.org
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    3 days ago

    Ambivalent.

    Auf der einen Seite nun kurzfristige Entlastungen und Hilfen fordern und als Bonbon nur kurz anteasern, dass man sich ja schon seit vielen Jahren auf die Klimaveränderung einstellen würde.

    Der Fokus liegt auf reaktive Maßnahmen (Kohle, Kohle, Kohle) um das Risiko zu teilen (es sind ja keine Kredite, die gefordert sind) aber kaum proaktive Maßnahmen, um in Zukunft resilienter zu sein.

    Nun mag das Interviewformat für die passende inhaltliche Tiefe zu knapp sein, aber mir dünkt da will jemand für Weitermachen wie immer die Gesellschaft haften lassen (weil das bei Bank, Auto, Energie, … auch schon immer klappt).